Historisches Archiv
Arbeitsschutzplakat, ca. 1930
Das Historische Archiv sichert und bewahrt seit 1984 äußerst wertvolle und einmalige archivalische Quellen wie Urkunden, Akten, Korrespondenzen und Geschäftsbücher zur Technik-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte.
Wegen seiner reichhaltigen und umfangreichen Sammlungen zählt es zu den großen Spezialarchiven innerhalb der deutschsprachigen Museumslandschaft.
Den Grundstock bildeten die Archive der Fördervereine und Vorgängermuseen. Besonders hervorzuheben sind die Bestände des Verkehrs- und Baumuseums aus dem ehemaligen Hamburger Bahnhof sowie des Instituts und Museums für Meereskunde.
Eine ausführliche Beschreibung unserer Bestände finden Sie am Ende dieser Seite in der Materialbox.
“Modernes Design” der 1950er Jahre am Beispiel eines Heizgerätes der AEG, 1957
Die Aktenbestände
Gegenwärtig umfasst der auf 7,5 Regalkilometer angewachsene Fundus über 80 Firmen- und Verbandsarchive aus Industrie, Handel und Gewerbe sowie mehr als 230 Nachlässe und Sammlungen von Persönlichkeiten aus den Bereichen der Natur- und Ingenieurswissenschaften, der Technik und des Verkehrs.
Unter den historischen Überlieferungen - wie beispielsweise der Unternehmen A. Borsig GmbH, Meierei C. Bolle, L. Schwartzkopff, Teltowkanal AG und Zündapp GmbH - nimmt das Firmenarchiv der AEG-Telefunken eine herausragende Stellung ein. Es dokumentiert auf 1,2 Regalkilometern in zahlreichen Verträgen, Protokollen und Korrespondenzen die wechselvolle Geschichte eines der größten deutschen Elektrokonzerne.
Zu den wichtigsten und umfangreichsten Nachlässen des Historischen Archivs zählen die persönlichen Papiere und Materialsammlungen des Rundfunk- und Fernsehpioniers Gerhard Goebel, des Technikhistorikers und Publizisten Franz Maria Feldhaus, des Lokomotivkonstrukteurs Adolf Giesl-Gieslingen sowie des Eisenbahnantiquars Günther H. Metzeltin. Eine ganz besondere Stellung nehmen die luftfahrthistorischen Bestände ein, von denen die Nachlässe und einzigartigen Sammlungen der Luftfahrthistoriker Peter M. Grosz, Arthur Schreiber und Willy Stiasny besonders hervorzuheben sind.
Fahrplan für die Schiffsverbindung der Nordseebäder, 1923
Die Sondersammlungen
Ergänzt werden die Bestände durch umfangreiche Sondersammlungen zu den Bereichen Firmenschriften (50.000), Reiseprospekte (10.000), Fahrkarten (120.000), Zahlungsmittel und Medaillen (2.500), Siegel (2200) und Werbemarken (5.500) sowie Postkarten (20.000).
Die Plansammlung umfasst 5.000 technische Zeichnungen zum Maschinen- und Ingenieurbau sowie 30.000 Land- und Seekarten. Zur Bildersammlung gehört neben zahlreichen Gemälden, Graphiken und Drucken eine bedeutende Sammlung früher Fahrrad- und Luftfahrtplakate.
Lokomotivmontage bei Borsig, 1930
Das Bildarchiv
Das Historische Archiv verwaltet aktuell über eine Million Fotografien und Negative aus nahezu allen Bereichen des Verkehrs und der Technik.
Mit Museumsgründung wurden die historischen Bildbestände einiger Vorgängerinstitutionen des Technikmuseums übernommen: ca.7.500 Aufnahmen des Instituts und Museums für Meereskunde aus der Zeit von 1860 bis 1930 und ca. 3000 Aufnahmen des Verkehrs- und Baumuseums aus der Zeit von 1895 bis 1940.
Seither haben sich als Schwerpunkte der Sammlung vor allem die Bereiche Industrie-, Design-, und Architekturfotografie herausgebildet. Im Bestand finden sich zahlreiche Aufnahmen so bekannter Fotografen wie Arthur Köster, Franz Kullrich, Max Krajewski, Albert Renger-Patzsch und F. Albert Schwartz. Daneben konnten fotografische Nachlässe bzw. Nachlassteile von bekannten Pressefotografen und Bildjournalisten übernommen werden, die sich wie Hans Schaller, Willy Pragher und Eberhard Schrammen der Dokumentation der Luftfahrt und des Schienenverkehrs gewidmet haben.
