Nachrichtentechnik
Merkur mit Blitzbündel als Sinnbild für Telegraphie
Technik und Mensch
Die elektrischen Techniken der Nachrichtenübertragung haben in den letzten hundert Jahren das Verhältnis der Menschen zueinander stark verändert. Distanzen scheinen kleiner geworden zu sein, die Menge der verfügbaren Informationen ist erheblich gewachsen, die Zugangsmöglichkeiten sind erweitert worden. Während bis ins 19. Jahrhundert hinein vor allem der Staat über die jeweiligen Mittel der Nachrichtenübertragung (Post, Telegraphie) verfügte, ist heute der Zugang zum Medium vor allem von der Menge der nötigen finanziellen Mittel abhängig. Die Bedeutung der Nachrichtentechnik als Schlüsselindustrie der Moderne nimmt heute durch die Vernetzung von Medien, Rechnern und Datenbanken stetig zu.
Bilder und Töne im Mittelpunkt
Die Übertragung, Aufzeichnung und Wiedergabe von Tönen und Bildern steht im Mittelpunkt der Ausstellung. Sie gibt Ihnen einen vielfältigen Überblick über die spannende Geschichte der Nachrichten und Kommunikationsweisen.
Aus Raumgründen konzentriert sie sich momentan auf den Zeitraum des 19. und auf die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts.
An vielen Stellen werden bevorzugt Menschen und Unternehmen aus Berlin vorgestellt, denn Berlin galt bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs als die "Elektropolis" Deutschlands.
Box-Telephon von Alexander Graham Bell, 1877
Telegraphie und Telefon
Originale und funktionsfähige Modelle veranschaulichen die Geschichte der Telegraphie, die in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts als epochale Neuerung galt. Die Geschichte des Telefons wird zum einen durch eine Vielzahl von unterschiedlichen Apparaten, zum anderen durch Bilder und Dokumente erzählt. Sie verdeutlichen den großen Einschnitt, den der Einzug des Telefons in den Alltag und das Arbeitsleben mit sich brachte. Besonders bedeutend sind die ersten Telefone des amerikanischen Erfinders Alexander Graham Bell, die den weltweiten Erfolg dieses Kommunikationsmittels begründeten.
Fernsehstudio von 1958
Rundfunk und Fernsehen
Hier werden die Anfänge des deutschen Rundfunks in Berlin lebendig. Besonders wertvoll sind die zahlreichen Sender und Empfänger der “drahtlosen Telegrafie”, mit denen der Funk begann. Größtes Exponat ist der erste Mittelwellen-Sender des RIAS von 1948. In einer “Hörbar” können Sie viele originale und zeitgeschichtlich bedeutende Sendungen aus den Jahren 1924-1950 abrufen. Den Beginn des Fernsehens markiert der Nachbau der ersten elektronischen Fernsehanlage der Welt, die Manfred von Ardenne 1931 präsentierte. Weltweit einzigartig ist das noch funktionsfähige Schwarzweiß-Fernsehstudio von 1958.
Die Übertragung von Tönen und Bildern ist das eine Thema der Ausstellung. Die Aufzeichnung und Wiedergabe von Ton und Bild wird parallel dazu von den ersten Phonographen bis hin zu den ersten Videomaschinen gezeigt.
