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Deutsches Technikmuseum Berlin - Objekt des Monats

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Objekt des Monats

Außergewöhnliche und lustige Exponate: von der zerbrochenen Mitropa-Kaffeekanne bis hin zum "Goldfischglas" für Stewardessen

Jeden Monat gibt es eine neue Überraschung im Deutschen Technikmuseum zu entdecken: das Objekt des Monats. Direkt im Eingangsbereich des Hauptgebäudes, an der Gabelung zwischen Lokschuppen und Neubau, präsentiert das Museum in einer besonderen Vitrine jeden Monat ein neues Exponat. Die Objekte sind nicht die üblichen Museumsstücke; sie sind entweder besonders außergewöhnlich oder sie brechen die Ausstellungspraxis auf ironische Weise.

Ganz konkret gebrochen oder besser zerbrochen ist das erste Objekt des Monats: eine Kaffeekanne von der "Mitropa", bei der nur durch die Beschädigung das keramische Material unter der Glasur erkennbar wird. Informationen zu der Bedeutung dieser Glasur und ihrer historischen Entwicklung ergänzen das Exponat.

Die Präsentation wird jeweils nach etwa vier Wochen durch ein neues Schaustück ersetzt. Auf dem Plan sind unter anderem eine an Goldfischgläser erinnernde Schutzhaube für Stewardessen und sogenannte Opiumgewichte in Tierform. Auch ein astronomisches Instrument, das die Wissenschaftler in der zur Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin gehörigen Archenhold-Sternwarte bislang nicht eindeutig bestimmen konnten, wird hier gezeigt.

Objekt des Monats: Schienenprofil-Messlehre, um 1890

Foto: Das Gerät ist um ein Stück Schiene geschraubt. Das untere Teil aus Eisen umschließt den breiten Schienenfuß, das obere aus Messing den pilzförmigen Schienenkopf. Die Taster oben sind Stifte mit Skala, die zur Messung durch Zylinder geschoben werden.

Dieses Gerät mit seiner spinnenartigen Form mutet an wie ein Requisit aus einem Science Fiction-Film.


Ausstellungsvitrine im
Eingangsbereich des Hauptgebäudes

Objekt des Monats April: Goerz Fernglas, 1907/1908

Foto: Schwarzes Fernglas mit zwei Okularen. Zwischen den Okularen befindet sich ein Getriebe mit drei Stellrädern aus Bakelit mit Rändelung zur Einstellung der Bildschärfe und der Okulare auf die Augenweite des Nutzers. An den Kanten des Gehäuses ist der Lack teilweise abgegriffen, an diesen Stellen ist eine messingfarbene Metalloberfläche sichtbar. Das Gehäuse ist größtenteils mit Leder überzogen.

Dieses Fernglas ist ein echter Berliner - made in Friedenau. Eingesetzt wurde es auf Schlachtfeldern des ersten Weltkriegs.

Ausstellungsvitrine im
Eingangsbereich des Hauptgebäudes

Objekt des Monats Februar: Flohmarktfunde des Gründungsdirektors, 1983

Foto: Nahaufnahme einer Lochscheibe mit der Aufschrift "Stabil", "Walther" und der Zahl 53. Sie gehört in einen Walther-Stabil-Metallbaukasten.

Im Gründungsjahr ging der erste Museumsdirektor einmal zum Flohmarkt - und kam mit mehreren Zufallsfunden ins Museum zurück.

Objekt des Monats Januar: Kinematograph, um 1910

Foto: Ausschnitt eines Filmstreifens aus Nitrozellulose mit vier Einzelbildern eines gezeichneten Männchens.

Wir beginnen das Jahr mit einem hoch gefährlichen, aber sehr beliebten Kinderspielzeug aus Zeiten der Urgroßeltern.