Vorträge
Auf dieser Seite möchten wir Ihnen gerne unsere Vorträge vorstellen,
die Sie in wiederkehrenden Abständen bei uns hören können.
Der tollkühne Mann mit seinen fliegenden Rohren -
Johannes Hevelius
Johannes Hevelius
Die Archenhold-Sternwarte besitzt das längste Linsenfernrohr der Welt. Aber: Wenig bekannt ist, dass dieser Rekord bereits vor 340 Jahren gebrochen wurde! Der Danziger Astronom Johannes Hevelius setzte zwischen 1650 und 1680 instrumentell und beobachtungstechnisch erstaunliche Maßstäbe. Der Vortrag skizziert Leben und Werk dieses bemerkenswerten Wissenschaftlers, der einst alles für die Astronomie hingab und am Ende alles verlor.
Vortrag von Dr. Felix Lühning, Abteilungsleiter Astronomie der Archenhold-Sternwarte und Zeiss-Großplanetarium
Faszination Sonnenuhr -
2000 Jahre Zeitmessung mit der Sonne
Sonnenuhr auf dem Freigelände der Sternwarte
Sonnenuhren waren schon den alten Ägyptern bekannt. Fast genauso lange erwiesen sie sich auf Dauer als die zuverlässigsten Zeitmesser.
Zwar nur bei schönem Wetter ablesbar, liegt ihnen jedoch die genau bekannte Rotation der Erde um die eigene Achse zugrunde. Noch um 1800 waren Räderuhren wenig verbreitet und gingen so ungenau, dass sie regelmäßig durch Sonnenuhren korrigiert werden mussten. Heute werden sie als dekorative Objekte angefertigt. Aber: Noch der Glöckner von Notre Dame benutzte eine Sonnenuhr!
Der Vortrag zeigt den Wandel dieser Zeitmesser im Laufe der Zeit, stellt verschiedene Arten in ihrer Verbindung zur Kunst, Architektur und die sich wandelnden Bedürfnisse der Zeitmessung vor.
Vortrag von Dr. Jürgen Hamel
Gefangen im Fadenkreuz -
Positionsastronomie und ihre Instrumente
Meridiankreis im Zimmer des Astronomen
Positionsastronomie gehörte einst zu den wichtigsten Aufgaben einer jeden Sternwarte, denn die zeitliche und örtliche Festlegung der Position eines Himmelskörpers ist der Ausgangspunkt aller weiteren Untersuchungen.
Auch heute noch stellt die Positionsastronomie die Basis aller astronomischen Aufgaben dar, die in die Bereiche der Bahnrechnung und Stellardynamik, aber auch der Geodäsie und Navigation zielen.
Ein Vortrag von Dr. Felix Lühning
„Gibt es außerirdisches Leben?
SETI - Utopie oder Wissenschaft“
76-m Lovell-Radioteleskop, Foto: A. Holloway (Uni Manchester)
„SETI“ heißt übersetzt „Suche nach außerirdischer Intelligenz“.
Berühmt wurde das SETI-Projekt nicht zuletzt durch den Kinofilm „Contact“, in dem nicht nur irgendein Funksignal aufgefangen wurde, sondern gleich ein ganzer Bauplan für ein mysteriöses Fluggerät zur Reise zu den Sternen. Dieser „Kontakt“ hat in Wirklichkeit leider noch nicht stattgefunden.
Ist die Suche nach Leben im Weltall schiere Utopie oder Wissenschaft? Das SETI-Projekt wird an mehreren Radioteleskopen durchgeführt, u. a. am Jodrell Bank Observatory der Universität Manchester (UK). Dietmar Fürst stellt den wissenschaftlichen Hintergrund von SETI vor.
Welche Bedingungen müssen herrschen, damit auf einem Himmelskörper Leben existieren kann?
Welche technischen Kommunikationsmöglichkeiten hat der Mensch heute, um mit außerirdischen intellektuellen Wesen in Kontakt zu treten?
Ein Vortrag von Dietmar Fürst.
Steine die vom Himmel fallen
Meteorite - Steine die vom Himmel fallen
Kosmische Kleinkörper rasen durch unser Sonnensystem. Immer wieder stoßen sie mit Planeten und Monden zusammen. Gewaltige Einschlagkrater wie der in Arizona (USA) oder das Nördlinger Ries (BRD) dokumentieren diese Naturschauspiele auf der Erde.
Große Eisenmeteorite sind heute in den verschiedensten Museen der Welt zu besichtigen, auch die Archenhold-Sternwarte hat einen solchen Brocken von 283 kg. Sind die Saurier durch einen kosmische Katastrophe vor 65 Millionen Jahren ausgestorben? – Auch diese Frage wird in dem Vortrag erläutert.
Vortrag von Dietmar Fürst
Und es werden Zeichen geschehen an den Sonnen und dem Mond und den Sternen
Sonnen- und Mondfinsternisse, Kometenerscheinungen, farbige Lichthöfe um Sonne und Mond wurden schon seit langer Zeit als bedrohlich empfunden.
Da nach biblischer Überlieferung die Himmelskörper erschaffen wurden, um dem Menschen zu dienen, mussten sie ihm etwas bedeuten: Gott schaffe nichts umsonst.
Die Bewegung der Gestirne wurde zur göttlichen Schrift. Auf diese Weise konnte die Astrologie in das christliche Weltbild eingebracht werden. Außergewöhnliche Himmelserscheinungen wurden nach biblischen Worten zu Vorboten des Jüngsten Tages oder wenigstens zu Zeichen des göttlichen Zornes über das sündige Leben der Menschen.
Vortrag von Dr. Jürgen Hamel
Vom Teufelsrohr zum Riesenteleskop
Das Treptower Riesenfernrohr
Das Jahr 2009 wurde durch die UNESCO zum „Jahr der Astronomie“ erklärt – in Erinnerung an die Erfindung des Fernrohres vor 400 Jahren.
Wer war der Erfinder dieses genialen Instrumentes, welches den Horizont der Menschen revolutionär erweitert hat? War Galileo Galilei der erste Gelehrte, der ein solches Gerät zum Himmel richtete und damit den Menschen einen Schleier von den Augen riss?
Die Astronomen initiierten einen Jahrhunderte dauernden Wettlauf zwischen dem Linsenfernrohr und dem Spiegelteleskop.
In dem Vortrag wird die historische Entwicklung des Fernrohrs erläutert und aufgezeigt, welche Projekte es für die weitere Entwicklung von Teleskopen gibt, damit auch künftige Generationen das Staunen über die Vielfältigkeit und Schönheit des Kosmos nicht verlernen.
Vortrag von Dietmar Fürst
Von der Erde zum Mond -
die Menschheit erobert den Erdtrabanten
Mondfahrzeug Apollo 17; NASA/JSC
Vor vierzig Jahren ging er zu Ende – einer der teuersten Wettläufe der Menschheitsgeschichte. Der Wettlauf zum Mond hatte im Sommer 1969 sein großes Finale. Aus „abgehobenen Ideen“ der Raketenpioniere waren funktionierende Raumfahrzeuge geworden.
Wie kamen die Menschen bis auf den Mond? War Apollo nur ein Prestigprojekt oder lohnte es auch aus wissenschaftlicher Sicht? Welche Planungen gibt es für zukünftige Mondreisen?
Ein Vortrag über die Anfänge der Raketentechnik, das „Apollo“-Projekt bis zu aktuellen Visionen der Mondforschung.
Vortrag von Nikolai Wünsche
