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Deutsches Technikmuseum - Hans Schaller, Luftfahrtfotograf

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Die Webseiten der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin (SDTB) auf einen Blick:

Stiftung

Die Stiftung umfaßt sechs Standorte:

Schwarzweissfoto: Hans Grade in seiner Fliegermontur. Hinter seinem Kopf ragt der senkrecht stehende Propeller auf.

Der Flugpionier Hans Grade vor seinem Eindecker von 1909 auf dem Flugplatz Johannisthal, 1934.

Schwarzweissfoto: Rühmann mit Fliegerbrille und kurzer Jacke hält lachend mit beiden Armen nach oben die Flugzeugnase fest.

Heinz Rühmann, Schauspieler, Regisseur und Sportflieger, mit seiner De Havilland "Motte" in Staaken, 1935.

Schwarzweissfoto: Ein Junge in kurzen Hosen und Stiefeln hält mit beiden Händen sein Segelflugmodell, das wie eine schwimmende Ente aussieht.

Jungflieger mit Entenmodell auf der Wasserkuppe, 1935.

Schwarzweissfoto: Udet, in Uniform, mit Mütze und Orden, steht vor dem großen Triebwerk seines Flugzeuges.

Autogrammpostkarte von Ernst Udet vor seiner Curtiss "Hawk", 1934.

Schwarzweissfoto: Der Mann mit Fliegerkappe und Fliegerbrille bewegt mit beiden Händen die große festmontierte Kamera wie einen Suchscheinwerfer.

Der militärische Beobachter einer Aufklärungsgruppe der Luftwaffe demonstriert die Handhabung einer Luftbildkamera, 1935.

Schwarzweissfoto: Man sieht nur den Kopf des Flugzeugführers, der im Cockpit sitzt und durch eine Ziellupe schaut.

Blick auf den Flugzeugführer eines Sturzkampfbombers Junkers Ju 87B, 1940.

Hans Schaller, Luftfahrtfotograf

Galerie der Fototechnik-Dauerausstellung

11. Februar bis 26. April 2015

Schwarzweissfoto: Eine junge Frau in Zivil sitzt lachend im Cockpit eines Doppeldeckers.

Luise Hoffmann, die Werkspilotin der Bücker-Flugzeugwerke, in einer Bücker "Jungmann", 1935.

Der Berliner Hans Schaller (1911-1966) zählte seit Mitte der 1930er Jahre zu den prägenden deutschen Luftfahrtfotografen.

Er, der selbst gern Pilot geworden wäre, widmete sein Berufsleben als Fotograf hauptsächlich der Welt des Fliegens.

Erstmals ist mit rund 90 Originalfotografien ein repräsentativer Querschnitt seines circa 7.500 Aufnahmen umfassenden "Foto-Archivs für Zeitgeschichte und Luftfahrt" zu sehen, das das Historische Archiv 1989 von seiner Ehefrau Bona Schaller erwarb.

Schwarzweissfoto: Auf dem Rasen stehen nebeneinander mindestens 20 Flugzeuge, die von vielen Männern für den Start vorbereitet werden.

Blick auf die in Tempelhof versammelten Wettbewerbsflugzeuge des Deutschlandfluges 1935, im Vordergrund eine Klemm-Maschine, 1935.

Friedliche Rhön-Segelflugwettbewerbe, militärische Großflugtage und berühmte Flieger-Freunde

Zu Beginn der 1930er Jahre schuf Schaller erste Bildberichte von den großen Segelflugveranstaltungen auf der Wasserkuppe in der Rhön, denen vielfältige Reportagen aus der Welt des Fliegens folgten.

Ab 1933 standen die mit seinen Aufnahmen illustrierten Artikel und Publikationen im Zeichen der politischen Propaganda. Sein besonderes Augenmerk galt dem als "Deutschlands Volkssport" popularisierten Segelflugsport.

Gleichzeitig dokumentierte er die im Zeichen der Wiederaufrüstung stehenden zivilen und militärischen Großflugtage ebenso wie die Werbeveranstaltungen des Deutschen Luftsportverbandes und die Arbeit der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt in Berlin-Adlershof.

Schwarzweissfoto: Aufsicht auf das Nurflügel-Flugzeug: Es scheint nur aus zwei zusammenmontierten Dreiecken zu bestehen.

Nurflügel-Flugzeug Horten II L im Flug über der Wasserkuppe, 1938. Das einzig erhaltene Muster dieses Typs, die D-10-125, befindet sich heute im Deutschen Technikmuseum, Berlin.

Kriegs- und Nachkriegszeit

Im August 1939 wurde Schaller zur Luftwaffen-Kriegsberichter-Kompanie 1 eingezogen und nahm als Bildberichter am Frankreich-Feldzug teil.

Immer wieder vom Militärdienst freigestellt, war er bis Kriegsende als Standfotograf tätig, zum Beispiel für die Filmproduktionen seines Freundes Heinz Rühmann. Im Februar 1945 noch einmal zum Militärdienst eingezogen, geriet Schaller in amerikanische Gefangenschaft.

Nach seiner Rückkehr im Jahre 1946 arbeitete er bis zu seinem Tode als freier Bildjournalist in Berlin-Wilmersdorf.

Begleitband

Begleitend zur Ausstellung erscheint im Aviatic Verlag die von Jörg Schmalfuß und Holger Steinle verfasste Fotobiografie "Hans Schaller, Luftfahrtfotograf".

Der 104 Seiten starke Band (ISBN: 978-3-942645-05-8) mit etwa 200 Fotografien kann zum Preis von 19,80 Euro im Museumsshop erworben werden.

Headerfoto: Mit 1 PS bergauf! Nach der Landung nahe der Wasserkuppe wird ein Segelflugzeug mit einem Pferd zum Startplatz zurückgezogen, 1932

© alle Fotos: SDTB / Historisches Archiv, Foto: Hans Schaller