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Deutsches Technikmuseum - Max Krajewsky

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Webseitenübersicht

Die Webseiten der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin (SDTB) auf einen Blick:

Stiftung

Die Stiftung umfaßt sechs Standorte:

Schwarzweißfoto: Blick auf eine der für die AEG typischen, gelb geklinkerten Fabrikhallen. Die Fenstereinheiten bestehen aus zahlreichen Kleinfenstern. Im Vordergrund auf dem Hof liegen große  Kabelspulen mit dicken Kabeln

Fernmeldekabelfabrik, AEG Kabelwerke Oberspree, 1929/30

Schwarzweißfoto: Blick ins kriegszerstörte Innere des Kirchenschiffs mit Sicht auf das Portal. Es ist eine Baustelle, das Dach fehlt noch völlig. Links ein Seitenschiff mit geklinkerten Rundbögen und einer Empore

Kapernaumkirche, Berlin-Wedding, 22.07.1954

Schwarzweißfoto: Blick auf das Modell. Vorn die Baugrube der Nordsüd-S-Bahn, seitlich eine Gebäudezeile, aus deren Mitte der hohe Kuppelbau „Haus Vaterland“ herausragt – damals ein berühmtes Amüsierlokal

Modell des S-Bahnhofs Potsdamer Platz, 1938

Schwarzweißfoto: Der untere Turmabschnitt aus Stahlfachwerk ist gerade fertig errichtet, vorn lehnt eine schlanke Stütze. Das Bild wirkt düster-stürmisch. Ursache ist eventuell die Qualität des Negativs

Montage des Sendemastes Tegel, 17.06.1948

Max Krajewsky – Fotochronist der Berliner Baugeschichte

Sonderausstellung in der Galerie der Fototechnik-Dauerausstellung

2. März bis 4. Juli 2010

Schwarzweißfoto: Nachtaufnahme des erleuchteten Theaterfoyers. Das vorgewölbte Fenster füllt einen großen Teil der Fassade aus. Die leicht untersichtige Perspektive verleiht dem Bau monumentalen Charakter. Die rechte Bildhälfte wird von einem Baum gerahmt.

Schillertheater, 1951. Foyerfenster mit eloxierter Aluminiumrahmung

Erstmals werden Werkfragmente des technischen Fotografen Max Krajewsky (1892–1972) präsentiert. Die Fotografien entstanden als Auftragsarbeiten für staatliche und städtische Behörden sowie für die private Bauwirtschaft. Zirka 90 Originalabzüge belegen den hohen Rang dieses Architektur- und Industriefotografen, den seine kontinuierliche Tätigkeit vom Kaiserreich bis in die Adenauerzeit zum Chronisten Berliner Baugeschichte macht.

Krajewsky zählte in Berlin neben Arthur Köster und Emil Leitner zu den bedeutendsten Architekturfotografen seiner Zeit. Er hinterließ ein umfangreiches Werk, dessen Ausmaß bisher nur erahnt werden kann, da weder Negative oder Glasplatten noch das Archiv des Fotografen überliefert sind.

Chronist der Berliner Baugeschichte

Zum ersten Mal sind Aufnahmen von Berliner Baustellen zu sehen, die Krajewsky zwischen 1930 und 1968 dokumentierte. In den 30ern begleitete Krajewsky die Bauarbeiten an der Berliner U- und S-Bahn –in diesem Zusammenhang entstand eine Reportage zum Einsturzunglück vom 20. August 1935. Die Fotografien der Reichskanzlei und der Siedlung Zehlendorf sowie des Modells der Welthauptstadt Germania haben bis heute einen Platz im öffentlichen Bildgedächtnis. Das Schillertheater fotografierte Krajewsky im Auftrag der Berliner Baufirma Steffens & Nölle 1950 als Baustelle und 1951 als fertiges Gebäude.

Schwarzweißfoto: Blick von Südost auf die gut erhaltenen Grundmauern von Hauptportal und Westseite. An den Ecken waren vier Pavillons sowie zwei an den Seitenflügeln. Die dachlose Bahnsteighalle überspannt eine eiserne Fachwerkbinder-Konstruktion

Zerstörter Lehrter Bahnhof, 24.10.1956

Panorama der Industriekultur

Die Bilderwelt des Max Krajewsky zeigt bekannte Erinnerungsorte der Berliner Stadtgeschichte und der deutschen Geschichte im Allgemeinen. Die Bildobjekte sind Zeugnisse der Kultur-, Industrie- und Technikgeschichte des vergangenen Jahrhunderts. Die Spannweite der Aufnahmegattungen unterstreicht die technisch-handwerkliche Flexibilität des Fotografen.

Aus dem Bestand des Historischen Archivs

Die Ausstellung basiert im Wesentlichen auf Materialien aus den Firmenarchiven der AEG-Telefunken und der Steffens & Nölle AG sowie den Nachlässen Friedrich Kittlaus und Gerhart Goebel, die das Historische Archiv des Deutschen Technikmuseums betreut.

Bildrechte: SDTB, alle Fotos Max Krajewsky