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Deutsches Technikmuseum - Seezeichen!

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Webseitenübersicht

Die Webseiten der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin (SDTB) auf einen Blick:

Stiftung

Die Stiftung umfaßt sechs Standorte:

Foto: Ein Zylinder aus Messing steht auf einer Holzplatte. Am oberen Ende ragt  eine senkrechte Stange mit einem T-förmigen Handgriff aus Holz heraus. Ein langgezogener Trichter ist am Zylinder befestigt und steht etwa rechtwinklig von diesem ab.

Nebelhörner erzeugen ihren Klang wie eine Klarinette und senden ihn in eine Richtung aus wie eine Trompete: Komprimierte Luft wird über ein kleines Metallplättchen geleitet und versetzt dieses in Schwingung. Der so erzeugte Schall breitet sich über den Trichter nach außen aus
© SDTB / C. Kirchner

Foto: Der Farbmesser hat die Form einer flachen, senkrecht stehenden Dose und ist ungefähr handgroß. Er ist schwarz lackiert. Nahe am oberen Rand befindet sich ein Guckloch und am unteren Rand ein Loch mit der Anzeige der jeweiligen Einstellung.

Dieser Farbmesser wurde in der Seezeichenprüfstelle der DDR zwischen 1967 und 1989 eingesetzt
© SDTB / C. Kirchner

Foto: Eine etwa beinhohe Laterne zeigt rotes Licht. Das Gehäuse besteht aus rot lackiertem Blech. Unterteil und Oberteil sind durch vier dünne Stangen verbunden. Dazwischen befindet sich die zylindrische Optik aus scharfkantig geschliffenen Glasteilen.

Rotleuchtende, elektrische Doppellaterne zur Kennzeichnung von Molen oder Seetonnen
© SDTB / C. Kirchner

Foto: Ein konischer Lampenkörper aus Messing steht auf einem zylindrischen Fuß. An diesem befinden sich zwei Stellrädchen für die Dochte. An der Spitze des Konus befinden sich kreisförmig angeordnete dünne Blechklammern, die ein Lampenglas halten können.

Petroleumlampe mit zwei Dochten - Der Schweizer Pierre Argand entwickelte um 1783 Öllampen in der Art, dass der Docht einen Hohlzylinder bildete, durch den Luft aufsteigen und die Flamme besser belüften konnte
© SDTB / C. Kirchner

Seezeichen!
Schlaglichter auf die Orientierung vor deutschen Küsten

Galerie in der Schifffahrt-Dauerausstellung des Deutschen Technikmuseums (1. OG im Neubau)

Verlängert bis 2. September 2018

SW-Foto: Ein schmaler Holzsteg am mit Schilf bewachsenen Ufer des Müggelsees. Am Stegende befindet sich ein etwa leiterhohes Gestell, an dessen Spitze eine Laterne befestigt ist. In der Ferne ist das gegenüberliegende Ufer zu erkennen.

Prüfstand für eine Laterne am Seezeichenversuchsfeld am Müggelsee, 1952 © SDTB / Historisches Archiv, Sammlung WSA Stralsund

Wie gelingt es Seeleuten, sich auf dem Meer und vor den Küsten zu orientieren – zu jeder Tageszeit und bei jedem Wetter?

Neben den natürlichen Orientierungspunkten – wie Sonne, Sterne, Küstensilhouetten und Erdmagnetfeld – helfen künstliche Zeichen: die Seezeichen.
Diese unterteilt man in optische, akustische und funktechnische Signale – bekannt als Leuchttürme, Baken, Tonnen oder Feuerschiffe, die schwimmenden Leuchttürme.
Für ihre stetige Weiterentwicklung als Warn- und Leitsystem spielen die Reichweite der Signale, ihre unbedingte Zuverlässigkeit und die Betriebskosten eine wichtige Rolle.

Vom Ölfeuer zur LED-Lampe
Die Ausstellung widmet sich auf 70 Quadratmetern schwerpunktmäßig der Entwicklung der optischen Signale: von offenen Feuern über die Öllampe und das Gasfeuer bis hin zu elektrisch betriebenen Lichtquellen und den heute weit verbreiteten, sehr hellen, energiesparenden und langlebigen LEDs. Der Einsatz von reflektierenden Spiegeln, lichtbrechenden Glaslinsen, Farben und in einem bestimmten Takt wiederkehrendem Licht veranschaulicht die stetigen Veränderungen des Seezeichenwesens. So ermöglichten unterschiedliche Farben und Takte des Lichts die individuelle Kennzeichnung von Leuchttürmen und verbesserten die Wegeleitung.
Zahlreiche originale Objekte wie Glasoptiken und Messgeräte sowie Archivalien und Fotografien zeichnen den Weg zu einem einheitlichen deutschen Seezeichenwesen nach.
Die Exponate übernahm das Deutsche Technikmuseum 2009 von der Fachstelle der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes für Verkehrstechniken in Koblenz.

SW-Foto: Ein zweistöckiges, langgezogenes Gebäude mit Giebeldach und vielen Fenstern. An der linken Schmalseite befindet sich ein turmförmiger Anbau, dessen Höhe das Dach überragt, und ein niedrigerer, runder Anbau mit einer großen Fensterfläche.

Das Seezeichenversuchsfeld am Müggelsee, Berlin-Friedrichshagen, 1952 © SDTB / Historisches Archiv, Sammlung WSA Stralsund

Jubiläum: 100 Jahre preußisches Seezeichenversuchsfeld
Mit dem erhöhten Schiffsaufkommen im 19. Jahrhundert stieg der Bedarf an sicherer Orientierung entlang der Küsten.
In Europa bauten Frankreich, England und Schottland die Befeuerung ihrer Küsten zentralstaatlich aus. Auch Dänemark, Schweden und die Niederlande unterhielten staatliche Seezeichenorganisationen. In Deutschland entstand erst nach der Reichsgründung 1871 langsam ein einheitliches Seezeichenwesen.
In Preußen – dem größten Uferstaat mit den meisten Seezeichen – war der Bedarf an einer zentralen Einrichtung am höchsten. Deshalb wurde vor 100 Jahren, am 1. April 1913, das preußische Seezeichenversuchsfeld in Berlin-Friedrichshagen gegründet.

Leiter der Institution am Müggelsee war Walter Körte (1855–1914). Er trieb die Entwicklung einheitlicher Zeichen und Standards durch seine Kontakte zur Industrie und den anderen deutschen Anrainerstaaten voran. Bis zum Ersten Weltkrieg entstand so ein wirksames System fester und schwimmender Seezeichen für den Tag- und Nachtbetrieb. Ab 1918 lag eine wichtige Aufgabe in der Absprache auf internationaler Ebene. Nach der Teilung Deutschlands 1945 zog das Versuchsfeld für die Bundesrepublik nach Koblenz und das für die DDR nach Stralsund. Seit 1990 sind beide Prüfstellen in Koblenz zusammengefasst.

Headerfoto: Laterne zur Kennzeichnung von Molen und Bojen. Diese elektrische Leuchte hat einen einfachen Glasring zur Lichtbündelung und ist sehr kompakt und stabil ausgestaltet.
Copyright für alle Farbfotos: Clemens Kirchner

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