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Deutsches Technikmuseum - Dezember

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Die Webseiten der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin (SDTB) auf einen Blick:

Stiftung

Die Stiftung umfaßt sechs Standorte:

Objekt des Monats Dezember 2016

Drei Werbehefttitel: Z.B. eine übergroße mondäne Dame mit einem Autoreifen über der Schulter inmitten amerikanischer Wolkenkratzer. Sie hält eine Kugel in der Hand. Darauf balanciert eine nebelhafte Person, die ebenfalls einen Reifen emporzuheben scheint.

Vielfältig und aufwendig gestaltet: Titelseiten der Firmenzeitschrift "Echo Continental" der Continental-Caoutchouc- und Gutta-Percha Compagnie aus Hannover. © SDTB, Bibliothek / Foto: C. Kirchner

Firmenzeitschrift "Echo Continental", 1913-1941

Ab Januar 1913 gab die Continental-Caoutchouc- und Gutta-Percha Compagnie das Periodikum "Echo Continental" heraus.

Es war eine der ersten deutschsprachigen Kundenzeitschriften. Vorreiter war die Elektrizitätsindustrie, beginnend 1905 mit den "Mitteilungen der Berliner Elektricitäts-Werke".

Die Hefte des Hannoveraner Gummiherstellers wurden an registrierte Kunden kostenlos abgegeben, konnten aber auch regulär abonniert werden. Die Auflage erreichte zeitweise 100.000 Stück.

Zeichnung: Man sieht eine nächtliche Berliner Straßenszene mit Fahrzeugen, Passanten und der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche im Hintergrund.

Titelseite "Echo Continental", 1937, Nr. 234 © SDTB / Bibliothek

Ähnlich wie bei den beliebten Publikumszeitschriften, war der Inhalt breit gefächert. Die Themen reichten von Reiseberichten bis zu Pflegehinweisen für Gummireifen. Im Mittelpunkt standen dabei häufig die vielfältigen Gummiprodukte der Firma – etwa Auto-, Fahrrad- und Flugzeugreifen, Tennisbälle oder Wärmflaschen.

Die farbigen Titelblätter - kleine Meisterwerke bekannter Werbegrafiker

Großer Wert wurde auf die Gestaltung der qualitativ hochwertigen farbigen Titelblätter gelegt.

Hier schufen einige der besten Werbegrafiker ihrer Zeit kleine Meisterwerke: So zeichnete Paul Kaufmann alias Caspari für das Heft 234 im Jahre 1937 eine stimmungsvolle nächtliche Berliner Straßenszene mit der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche im Hintergrund.

Zeichnung: Man sieht drei Eisbären auf einer Eisscholle, die neugierig ein am Himmel über ihnen fliegendes Propellerflugzeug beobachten.

Titelseite "Echo Continental", 1928, Nr. 205 © SDTB / Bibliothek

Erich Maria Remarque arbeitete von 1922 bis 1925 als Redakteur beim "Echo Continental" und erdachte zusammen mit dem Zeichner Hermann Schütz die Bildergeschichten rund um die sogenannten Contibuben.

Ab den 1930er Jahren nahmen die Nationalsozialisten zunehmend Einfluss auf die Inhalte der Zeitschrift, was sich entsprechend negativ auf die Textbeiträge und die Titelblattgestaltung auswirkte.

Im April 1941 erschien das letzte Heft.