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Deutsches Technikmuseum - Hochseeschifffahrt

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Die Webseiten der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin (SDTB) auf einen Blick:

Stiftung

Die Stiftung umfaßt sechs Standorte:

Hochseeschifffahrt

Was haben Galionsfiguren, Seemonster und Tätowiermaschinen gemeinsam?

Sie alle sind Ausdruck eines tief verwurzelten Aberglaubens. Die Bedeutung des Wassers für alles Leben auf der Erde und die Gefahren, die von ihm ausgehen, zeigen sich im kulturellen Schaffen und religiösen Handeln der Menschen.

Bereits vor über 50.000 Jahren müssen Menschen hochseetüchtige Wasserfahrzeuge gebaut haben: Damals wurde Australien besiedelt – eine etwa 100 Kilometer breite Wasserstraße war zu überqueren. Doch belegbar ist der Bau von Schiffen erst seit etwa 10.000 Jahren. Eine Achse mit über 50 Schiffsmodellen im Maßstab 1:50 zeichnet die Schiffsentwicklungen nach.

Foto: Blick in die chronologisch aufgebaute “Schifffahrtsachse” aus Vitrinen und Medienstationen. Wie ein Kiel liegt sie im Raum und bietet die zeitliche Einordnung der meisten Themen im zweiten Obergeschoss
Foto eines Magnetkompasses von circa 1900. Foto eines Magnetkompasses von circa 1900. Das Metallgehäuse von ca. 20 cm Durchmesser ist in eine kardanische Aufhängung montiert, die Kompassrose nach Zeitgeschmack gestaltet

Magnetkompass um 1900. Trotz der "unheimlichen", weil zunächst unerklärlichen, Kräfte wurde der Magnetkompass seit dem ausgehenden 12. Jahrhundert in der Navigation eingesetzt

Von dieser Achse zweigen Vertiefungsthemen, die sogenannten Module, ab:

  • Fünf Module zur Navigation erzählen die Geschichte vom ersten Navigationsinstrument, dem Lot, bis zur modernen Satellitennavigation
  • "Neue Welten – Neue Weltbilder": Die Entdeckungsreisen um 1500
  • "Im Dienste der Wissenschaft": Die Forschungsfahrten von James Cook um 1800
  • "Krieg, Handel und Piraterie": Der Handelskrieg zwischen England und Frankreich um 1800
  • "Untergang der TEK SING": Fundstücke eines chinesischen Auswandererschiffes zur Zeit der Opiumkriege
  • "Walfang" zur Zeit des gestiegenen Ölbedarfs in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts“
Foto: Modell der in Weiß und Gold gehaltenen Barkasse CANOT IMPéRIAL, Kaiserliches Schiff. Die Form ist von der venezianischen Gondel abgeleitet. Das Geländer ist rundum vergoldet. Als ebenfalls vergoldete Galionsfigur reckt Neptun seinen Dreizack.

Die repräsentative Barkasse CANOT IMPERIAL wurde 1810 für Napoleon I. für seinen Besuch in Antwerpen gebaut. Dort ließ er sich in einer triumphalen Bootsparade von seinen Untertanen feiern

Folgende Module verbinden die internationale Schifffahrtsgeschichte mit der deutschen:

  • "Deutsche U-Boote im Zweiten Weltkrieg": Der Seekrieg im Nordatlantik
  • "Kaiserliche Marine im Ersten Weltkrieg": Der Untergang der Kriegsflotte

Module zur deutschen Schifffahrtsgeschichte sind:

  • "Wilhelminische Schifffahrt": 1871 – 1918
  • Deutsche "Auswanderung" in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts
  • "Preußische Schifffahrt": 1707 – 1871
  • "Brandenburgischer Sklavenhandel": 1685 – 1715
  • "Brandenburgische Schifffahrt": 1600 – 1700

Weitere ausgestellte Themen:

  • "Vom Holz- zum Eisenschiffbau": Techniken des Schiffbaus
  • "Von Tuch und Tau": Reepschlägerei und Segelmacherei
  • "Repräsentationsobjekt Schiff": Demonstration von Macht, Stärke und Reichtum
  • "Rettung aus Seenot": Schicksale von Rettern und Geretteten