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Deutsches Technikmuseum - Schreib- und Drucktechnik

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Webseitenübersicht

Die Webseiten der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin (SDTB) auf einen Blick:

Stiftung

Die Stiftung umfaßt sechs Standorte:

Schreib- und Drucktechnik

Vom Abschreiben zum Drucken

Bis ins späte Mittelalter konnten Bücher nur durch das Abschreiben von Hand vervielfältigt werden. Papiere und Pergamente waren damals sehr wertvoll. Anstelle dieser mühseligen Arbeit stellte man zuerst in China Holztafeldrucke auf Papier her. Die ersten europäischen Holztafeldrucke stammen aus der Zeit um 1420/30. Äußerlich ähnelten sie eher einem "Bilderbuch", da der überwiegende Teil der Bevölkerung damals nicht lesen konnte. Präge- und Druckstempel benutzten vor 1450 bereits Buchbinder, Goldschmiede und Töpfer.

In China wurden schon im 11. Jahrhundert einzelne Schriftzeichen mittels keramischer Formen auf Papier gebracht. Als älteste Druckstempel gelten assyrische Keilschrifttäfelchen aus Lehm aus dem 3. Jahrtausend v. Chr.

Schwarzweißfoto einer Handsetzerei. In dem großen Raum voller Schubladenregale mit Drucklettern stehen circa 20 Schriftsetzer, die die Lettern für Zeitungsartikel und Buchseiten zusammensetzen.
Foto: Die etwa 2,50 Meter hohe Druckpresse aus Holz verfügt über alle nötigen Zubehörteile, um mit ihr handgefertigte Drucke herzustellen. Sie ist ein Nachbau eines Originals aus dem 17. Jahrhundert.

Hölzerne Handpresse, Nachbildung eines Originals aus dem 17. Jahrhundert

Die Entwicklung des Hochdrucks steht hier im Mittelpunkt

Alle Drucktechniken lassen sich je nach Art der verwendeten Druckform einem der vier Druckverfahren Hochdruck, Tiefdruck, Flachdruck oder Durchdruck zuordnen: Der Hochdruck ist das älteste Druckverfahren.
Die Dauerausstellung konzentriert sich auf die Darstellung der technischen Entwicklung des Hochdrucks sowie die damit verbundenen Veränderungen der Arbeitsbedingungen.

Zu sehen sind unter anderem:

  • eine Handsetzerei (Berlin, 1950er Jahre)
  • Eiserne Handpressen (Columbia-Handpresse, Edinburgh, um 1835)
  • Schnellpressen (A. Hamm, Frankenthal-Heidelberg, um 1895)
  • Setzmaschinen (Simplex, Mergenthal, um 1904)
  • Schrift- und Reglettengiessmaschienen (Nebitype, Societa Nebiolo, 1972)
Foto: Jugendliche arbeiten an kleinen gusseisernen Druckerpressen.

Selber drucken in der Lehrdruckerei. © SDTB / Foto: C. Kirchner

Vorführungen und Angebote

"Denn was man schwarz auf weiß besitzt, kann man getrost nach Hause tragen."

Alle ausgestellten Druckmaschinen sind betriebsbereit und vorführbar. Die Besucherinnen und Besucher haben die Möglichkeit, unter Anleitung des Vorführers auf einer hölzernen Presse aus dem 17. oder auf gusseisernen Pressen aus dem 19. Jahrhundert zu drucken. Dabei erleben sie, mit welchen Mühen diese Arbeiten früher verbunden waren.

Kleine Gruss-, Erinnerungs- oder Visitenkarten oder auch mehrere grossformatige Sonderdrucke können gegen einen Unkostenbeitrag von 3.00 – 5.00 Euro erworben werden.

In der museumseigenen Lehrdruckerei können Gruppen (ab 10 Jahren, bis zu 24 Personen) sich in der "schwarzen Kunst" üben und unter Anleitung eigne Drucksachen herstellen. Wir bitten um Anmeldung unter (030) 90 254-218.