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Deutsches Technikmuseum - Februar

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Objekt des Monats Februar 2017

Foto: Die zwei Sofortbildkameras unterscheiden sich deutlich in Größe, Kompaktheit und technischer Ausstattung.

Vertreter verschiedener Generationen: das Polaroid-Land Modell 95 von 1948 und die seit 2013 aktuelle Instax Mini 8 von Fujifilm © SDTB / Foto: C. Kirchner

Sofortbildkameras, 1948 und 2013

Die Polaroid 95 von 1948 ist die erste Sofortbildkamera überhaupt.
Sie gilt als Meilenstein der Kameratechnik. Entscheidend für den Markterfolg war, dass das Foto unmittelbar zur Verfügung stand. Ein Aspekt, der Polaroid auch siebzig Jahre später wieder Erfolg beschert.

Für die Kamera wurde eine Art Rollfilm verwendet. Die etwa 8,25 mal 11 Zentimeter großen Fotos waren durch das von Edwin Herbert Land generierte Schnellentwicklungsverfahren bereits nach 60 Sekunden fertig.

Grafik: Die Anleitung zeigt mit Hilfe von gezeichneten Illustrationen, wie eine Polaroid-Kamera zu gebrauchen ist. Links befindet sich eine kurze Bild-Text-Erläuterung zu den einzelnen Kamerateilen und ihren Funktionen.

"It’s easy!": Bedienungsanleitung der Polaroid-Land Modell 95, ca. 1948

Eine geniale Erfindung: Die Chemikalien befanden sich im Aufnahmematerial, das fertige Bild entwickelte sich jedoch erst nach der Entnahme aus der Kamera. Allerdings waren diese ersten Polaroids nur schwarz-weiß, bunt wurde es erst 1963.

Wieder im Trend: der "Polaroid-Look"

Je stärker sich die digitale Fotografie und die schnelle Verfügbarkeit von Bildern verbreiteten, desto uninteressanter wurden Sofortbildkameras.

2008 meldete Polaroid Konkurs an. In Japan werden Sofortbild-Filme und -Apparate aber weiterhin von Fujifilm hergestellt und erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Das aktuelle Modell aus dem Jahr 2013 ist die Instax Mini 8.

Heute hält der Polaroid-Gedanke auch Einzug in die Smartphone-Fotografie: Mit dem unverwechselbaren "Polaroid-Look" können unterschiedliche Stimmungen eingefangen werden. Zudem setzen sich digitale Sofortbildkameras immer stärker durch.

Bei der Polaroid Z 2300 befinden sich die Farbpigmente direkt im Papier, die Bilder werden mit dem sogenannten Zero Ink- oder ZINK-Verfahren entwickelt. Konnten Polaroids früher nur als einmaliger Schnappschuss herumgezeigt werden, so werden die Bilder heute auch auf Social Media-Plattformen hochgeladen und verbreitet.

© (Bildrechte der Bedienungsanleitung): Polaroid Corporation Administrative Records. Baker Library, Harvard Business School