| |

Deutsches Technikmuseum - Juli

Navigationsmenüs


Webseitenübersicht

Die Webseiten der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin (SDTB) auf einen Blick:

Stiftung

Die Stiftung umfaßt sechs Standorte:

Objekt des Monats Juli 2011

Foto: Die nun vergilbte, ehemals farblose Kunststoffhaube schwebt vor einem himmelblauen Hintergrund. Im Gesichts- und in den Ohrenbereichen hat sie Löcher. Genau mittig sitzt ein vergilbter Reißverschluss, womit man sie in zwei Hälften teilen kann.

"Weltraum-Blase" mit Reißverschluß © SDTB / C. Kirchner

Frisurenschutzhaube für Flugbegleiterinnen, USA 1965

Die Plastikhaube "Space Bubble", also "Weltraum-Blase", gehörte zu einer Kollektion, die der italienische Modemacher Emilio Pucci für die Stewardessen der amerikanischen Fluggesellschaft Braniff International entworfen hatte. Sie sollte die Frisuren auf dem Weg zwischen Flughafengebäude und Flugzeug vor Wind und Wetter schützen. Ihren Namen verdankt sie der Ähnlichkeit mit einem Astronautenhelm.

Die Haube fand kaum Verwendung, da das Plastik leicht kaputt ging und die sperrigen Helme sich im Flugzeug schlecht verstauen ließen. Außerdem erfolgte der Einstieg in die Maschine zunehmend über Fluggastbrücken, die bis ins Flughafengebäude führten und den Frisurenschutz überflüssig machten.

Modisches Erscheinungsbild und Sex-Appeal als Marketingstrategie

Emilio Pucci entwickelte zwischen 1965 und 1974 mehrere Kollektionen für das Kabinenpersonal von Braniff International. Er löste sich von der klassischen Uniform für Stewardessen und setzte stattdessen auf modische Farben, auffällige Muster und unkonventionelle Schnitte aus seiner Haute Couture.

Die Kostüme verliehen dem sich in den 1960er Jahren wandelnden Image der Stewardess Ausdruck. Das Erscheinungsbild und der Sex-Appeal der Flugbegleiterinnen rückten während dieses Jahrzehnts in den Vordergrund und wurden von den Fluggesellschaften gezielt als Marketingstrategie eingesetzt.

Schenkung: Frau Susanne Heymann, Berlin