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Deutsches Technikmuseum - Pille oder Petrischale

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Pille oder Petrischale: Die Kontrolle der Fortpflanzung

Grafik: Auf magentafarbenem Hintergrund sind der Veranstaltungstitel und eine Tablettenverpackung, die eine Tageseinteilung zeigt, abgebildet

Auftaktveranstaltung der Reihe "Forum Technoversum – die Zukunftsdebatte im Deutschen Technikmuseum"

Podiumsdiskussion am Donnerstag, 11.11.2010, 19:00 Uhr

Von der Verhütung zur künstlichen Befruchtung – Wie werden medizinische Technologien in Zukunft den Umgang mit der Fortpflanzung verändern?
Die hormonelle Verhütung durch die Antibabypille ermöglichte vor 50 Jahren erstmals die Trennung von Sexualität und Fortpflanzung. Ist es denkbar, dass in Zukunft die Reproduktionsmedizin die Kontrolle über die Fortpflanzung, Schwangerschaft und Geburt übernimmt und die Eltern nur noch über den passenden Zeitpunkt entscheiden müssen?


In einem Streitgespräch zwischen der Wissenschafts- und Technikhistorikerin Dr. Barbara Orland (Universität Basel) und dem Chemiker, Erfinder der Antibabypille und Schriftsteller Prof. Carl Djerassi sollen sowohl medizinische als auch ethische Fragen rund um Verhütung, Familienplanung und künstliche Befruchtung zur Sprache kommen.

Die Moderation des Abends übernimmt Dr. Ralf Müller-Schmid (Redaktionsleiter DRadio Wissen).

Der Eintritt ist frei!

Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit DRadio Wissen.
Sie empfangen DRadio Wissen digital im Internet unter wissen.dradio.de, über Kabel oder via Satellit.

Die Diskussion wird live in Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur auf den LW 153 und 177 kHz, der MW 990 kHz und per Livestream unter www.dradio.de übertragen. Außerdem wird die Diskussion am 18.11.2010 um 20:05 Uhr auf dem Sendeplatz "Hörsaal" im Programm von DRadio Wissen ausgestrahlt.

Datum Zeit Ort Einlass/Sendeplatz
Do., 11. November 2010 19.00 Uhr Foyer ab 18.30 Uhr
Mi., 18. November 2010 20.05 Uhr DRadio Wissen Hörsaal
Portraitfoto von Barbara Orland

Dr. Barbara Orland © Barbara Orland

Die Teilnehmer

Barbara Orland
ist Wissenschafts- und Technikhistorikerin am Programm für Wissenschaftsforschung der Universität Basel. Ihre Forschungsinteressen betreffen verschiedene Gebiete der Geschichte biomedizinischer Technik, darunter die Fortpflanzungstechniken, die medizinischen Visualisierungstechniken, und aktuell die Biochemie und Ernährungswissenschaften. Zwischen 2004 und 2007 hat sie als Geschäftsführerin das Zentrum "Geschichte des Wissens" von ETH und Universität Zürich mit aufgebaut. 2007/2008 hatte sie eine Gastprofessur am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte sowie dem Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien inne.

Portraitfoto von Carl Djerassi

Prof. Carl Djerassi © Abe Aronow

Carl Djerassi
ist Romanautor, Dramatiker und emeritierter Professor für Chemie an der Stanford University. 1951 gelang ihm mit seinem  Mitarbeiter erstmals die Synthese eines steroidalen Kontrazeptivums, aus der das orale Verhütungsmittel "Pille" entwickelt wurde. 1973 erhielt er dafür die National Medal of Science. Für seine Forschungstätigkeit erhielt er zahlreiche wissenschaftliche Auszeichnungen und mehr als 20 Ehrendoktortitel.

Der sich selber als "Mutter der Pille" bezeichnende Chemiker setzte in den 1980er Jahren sein Leben als erfolgreicher Literat fort und verband zunächst beide Professionen in dem von ihm geschaffenen Genre "Science-in-Fiction". Seine Romane sind Bestseller und die Dramen werden auf zahlreichen Bühnen der Welt aufgeführt.

Porträitfoto von Ralf Müller-Schmid

Dr. Ralf Müller-Schmid © Deutschlandradio, Bettina Fürst-Fastré

Dr. Ralf Mueller-Schmid
moderiert das Streitgespräch.
Müller-Schmid ist Wissenschaftsjournalist und Redaktionsleiter bei DRadio Wissen. Seit 1993 arbeitet er als freier Autor für den Hörfunk der ARD sowie für Neue Zürcher Zeitung und Frankfurter Allgemeine Zeitung. Nach einem Lehrauftrag für Philosophie an der TU Chemnitz (2001-2003) war er wissenschaftlicher Referent der Irmgard Coninx Stiftung im Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und promovierte am Fachbereich Philosophie und Geschichtswissenschaften der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt. Von 2006 bis 2009 war Müller-Schmid Redakteur bei Deutschlandradio Kultur und ist seit 2010 Redaktionsleiter bei DRadio Wissen.