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Deutsches Technikmuseum - Können Maschinen denken?

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Die Webseiten der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin (SDTB) auf einen Blick:

Stiftung

Die Stiftung umfaßt sechs Standorte:

Können Maschinen denken?

Zum 100. Geburtstag des Code-Knackers und Computervisionärs Alan Turing

 

Grafik: Logo der Veranstaltung. Dreimal der Kopf von Alan Turing in violetten Farben, es ist als Triptychon in Anlehnung an Andy Warhol gestaltet. Unter den drei Porträts zwei auseinander strebende Pfeile.

Alan Turing © SDTB / Grafik: z.b.webdesign

Veranstaltung der Reihe "Forum Technoversum – die Diskussion im Deutschen Technikmuseum"

am 5. Juli 2012 um 19.00 Uhr

Der geniale englische Mathematiker Alan Turing (23. Juni 1912 bis 7. Juni 1954) hat sich nicht nur durch das Knacken des Enigma-Codes im Zweiten Weltkrieg einen Namen gemacht.
Mit seiner Idee einer Turingmaschine legte er die Grundlagen für die moderne Informatik und mit seinem Turing-Test wies er weit in die Zukunft der Erforschung künstlicher Intelligenz.

Alan Turing wurde wegen seiner Homosexualität in der Wissenschaftswelt diskriminiert und beging, wahrscheinlich als Folge einer erzwungenen Hormonbehandlung, mit nur 41 Jahren Selbstmord.

In dem Podiumsgespräch werden aktuelle Bezüge zu Alan Turings bahnbrechendem Lebenswerk vorgestellt und diskutiert.

Podium:

Constanze Kurz (Chaos Computer Club),
Prof. Dr. Raúl Rojas (Freie Universität Berlin)
Prof. Dr. Till Tantau (Universität Lübeck) und
Prof. Dr. Günter M. Ziegler (Freie Universität Berlin).

Moderation: Sascha Hingst

Konzeption: Hadwig Dorsch (Deutsches Technikmuseum)

Der Eintritt ist frei! Es ist keine Anmeldung erforderlich.

Datum Zeit Ort Einlass
Do, 5. Juli 2012 19.00 Uhr Foyer ab 18.30 Uhr
Mi, 10. Oktober 2012 20.05 Uhr DRadio Wissen Hörsaal
Grafik: Logo von DRadio Wissen: Der Schriftzug in weißen Buchstaben auf hellgrünem Hintergrund. Darüber: Ein Programm von DeutschlandRadio

Grafik: Das Logo von Spektrum der Wissenschaft

In Kooperation mit DRadio Wissen und Spektrum der Wissenschaft.
Sie empfangen DRadio Wissen als Livestream im Internet unter www.dradiowissen.de, über Kabel und Satellit sowie im Digitalradio (DAB+).

Podcast der Diskussion auf dem Sendeplatz "Hörsaal" im Programm von DRadio Wissen.

Portraitfoto von Constanze Kurz

Constanze Kurz

Die Teilnehmer

Constanze Kurz
Constanze Kurz (* 1974 in Berlin) ist eine deutsche Informatikerin, Sachbuchautorin und ehrenamtliche Sprecherin des Chaos Computer Clubs (CCC). Sie ist insbesondere auf dem Gebiet des Datenschutzes hervorgetreten. Zwischen 2005 und 2011 war Kurz wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Humboldt-Universität zu Berlin. Gegenwärtig ist sie an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin als wissenschaftliche Projektleiterin tätig. Für die Frankfurter Allgemeine Zeitung schreibt sie vierzehntäglich die Kolumne Aus dem Maschinenraum.
Kurz ist Sachverständige der Enquête-Kommission Internet und digitale Gesellschaft des Deutschen Bundestages und Mitglied der Jury des Ideenwettbewerbs "Vergessen im Internet", der von der Projektgruppe Netzpolitik des Bundesinnenministeriums bis zum 31. August 2011 durchgeführt wurde.
Während ihres Studiums hat sie sich intensiv mit Alan Turings Leben und Werk auseinandergesetzt.

Portraitfoto von Prof. Dr. Raúl Rojas

Raúl Rojas

Prof. Dr. Raúl Rojas
Raúl Rojas González (* 25. Juni 1955 in Mexiko-Stadt) ist Professor für Informatik an der Freien Universität Berlin mit dem Spezialgebiet künstliche neuronale Netze.
Nach seiner von Elmar Altvater betreuten sozialwissenschaftlichen Promotion an der FU Berlin erhielt er dort auch seine Habilitation in Informatik im Jahre 1993. Anschließend übernahm er von 1994 bis 1997 eine Professur für Künstliche Intelligenz an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Im Jahr 1996 erhielt er die deutsche Staatsbürgerschaft.
Seit 1997 lehrt Raúl Rojas an der FU Berlin. Dort wurde er mit dem ersten Wolfgang von Kempelen-Preis für Informatikgeschichte ausgezeichnet. Gemeinsam mit seinem Team erhielt er den Preis für seine Arbeiten über Konrad Zuse und die Geschichte des Computers. Bekannt geworden ist Raúl Rojas unter anderem durch den internationalen Erfolg, den er mit seinen Fußball spielenden Robotern, den FU-Fighters, errang. Zurzeit arbeitet Rojas mit einem Forscherteam der FU Berlin an einem automatisch gesteuerten Pkw, dessen fahrerloser Prototyp den Namen "Spirit of Berlin" trägt.

Portraitfoto von Prof. Dr. Till Tantau

Prof. Dr. Till Tantau © Till Tantau

Prof. Dr. Till Tantau
Till Tantau stammt aus Berlin, verbrachte seine Jugendzeit aber in Namibia. Nach seinem Abitur in Berlin studierte er Informatik und Mathematik an der TU Berlin und schloss seine Studien mit Diplomen in den Jahren 1999 und 2001 ab. Für seine Promotion, wiederum an der TU Berlin, beschäftigte er sich mit dem Verhältnis von Turing-Maschinen und endlichen Automaten. Nach dem Abschluss seiner Promotion 2003 ging er für ein Jahr nach Berkeley, wo er mit Richard Karp zusammenarbeitete und sein Interesse für die Bioinformatik entwickelte.

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland wurde er dann mit 29 Jahren nach Lübeck als Professor für Theoretische Informatik berufen. Als Studiendekan ist ihm neben seiner Forschung auf dem Gebiet der Platzkomplexität und Schaltkreisklassen die Verbesserung der Lehre seit vielen Jahren ein besonderes Anliegen.

Portraitfoto von Günther Ziegler

Prof. Dr. Günter M. Ziegler © U.Dahl / TU Berlin

Prof. Dr. Günter M. Ziegler
Günter M. Ziegler, Jahrgang 1963, ist geborener Münchner. Nach Studium an der LMU München promovierte er 1987 am MIT. Nach vier Jahren in Augsburg und einem Winter in Stockholm kam er 1992 nach Berlin, wo er am ZIB Berlin arbeitete und sich an der TU Berlin habilitierte. Von Januar 1995 bis Februar 2011 war er Professor für Mathematik an der TU Berlin. Seit März 2011 forscht und lehrt er an der FU Berlin.

Seine Arbeit beschäftigt sich mit algebraischen und topologischen Methoden in der Kombinatorik, mit Problemen der Optimierung, und mit Aspekten der Diskreten Geometrie, besonders der Theorie der Polyeder. Für seine Forschung wurde er 2001 mit dem Leibnizpreis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ausgezeichnet. 2010 wurde ihm eine ERC Advanced Grant zugesprochen. Mit Martin Aigner schrieb er "Das BUCH der Beweise", das inzwischen in vierzehn verschiedenen Sprachen vorliegt.

Von 2006 bis 2008 war Ziegler Präsident der Deutschen Mathematiker-Vereinigung (DMV). Er engagiert sich für ein vielfältiges und lebendiges Bild der Mathematik in der Öffentlichkeit. Er war ein Initiator des "Jahrs der Mathematik 2008", und leitet jetzt das "Medienbüro Mathematik" der DMV und das "Netzwerkbüro Schule - Hochschule" der DMV.
2008 erhielt er den Communicatorpreis des Stifterverbands für die deutsche Wissenschaft.
Im Juni 2011 erschien "Darf ich Zahlen? Geschichten aus der Mathematik" als Taschenbuch bei Piper (München).

Porträitfoto von Sascha Hingst

Sascha Hingst

Sascha Hingst
moderiert das Streitgespräch.

Sascha Hingst (* 16. Oktober 1971 in Berlin) ist ein deutscher Fernsehmoderator. Hingst absolvierte 1990 sein Abitur an der Thomasschule in Leipzig und begann danach sein Studium der Rechtswissenschaft. 1992 machte er erste Erfahrungen mit dem Medium über Hörspielproduktionen für einen Radiosender. Ab 1993 war er als Reporter tätig und danach als freier Reporter beim SWF in Mainz und bei ARTE in Straßburg. 1998 legte Sascha Hingst das Staatsexamen ab. Seit 1999 beim HR, zunächst drei Jahre im Landtagsstudio Wiesbaden, seit Oktober 2001 bei der Hessenschau.
Am 10. September 2007 übernahm Hingst die Moderation der Berliner Abendschau.