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Deutsches Technikmuseum - Industriekultur 2.0!

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Die Webseiten der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin (SDTB) auf einen Blick:

Stiftung

Die Stiftung umfaßt sechs Standorte:

Industriekultur 2.0! – Alte Gemäuer - junge Unternehmen

Grafik zur Veranstaltung: Mittig eine weiße Bruchlinie mit dem Titel. Links oben auf hellblauem Grund ein verlassenes Fabrikgebäude mit Schornstein, rechts unten in rot eine volle Tanzfläche mit Lasershowstrahlen.

Reihe "Forum Technoversum – die Zukunftsdebatte im Deutschen Technikmuseum"

Podiumsdiskussion
am 21. April 2016 um 19.00 Uhr mit

Dimitri Hegemann (Kulturmanager und Raumforscher),
Thomas Niemeyer (Regionalmanager Schöneweide) und
Prof. Joseph Hoppe
(Deutsches Technikmuseum und Berliner Zentrum für Industriekultur)

Moderation: Marie Kaiser (radioeins)

Der Industriestandort Berlin entwickelte sich vom 19. bis ins 20. Jahrhundert hinein zur zeitweise größten Industrie-Metropole Europas. Davon zeugen heute noch die vielen alten Kraftwerke, Bahnhöfe, Fabrikanlagen, Kühlhäuser oder Wassertürme in der Stadt. Schon heute werden viele von ihnen neu genutzt: als Ausstellungsräume, Cafés, Clubs oder als Locations für Firmen.

Doch wie viele dieser Dinosaurier aus der Zeit der Industrialisierung können und wollen wir am Leben erhalten? Sollen sie als Denkmäler geschützt werden? Oder müssen wir ganz neue Ideen finden, um auch heruntergekommene Industrieruinen zu retten und sie den Kreativen der Stadt als Freiräume zu überlassen?

Experten diskutieren darüber im Forum Technoversum des Deutschen Technikmuseums in Berlin.

Der Eintritt ist frei. Es ist keine Anmeldung erforderlich.

Datum Zeit Ort Einlass
Do, 21. April 2016 19.00 Uhr Foyer ab 18.30 Uhr
Grafik: Logo von Radio eins: Auf hellgrauem Hintergrund links das Wort "Radio" in schwarzen, rechts daneben das Wort eins in orangefarbenen Buchstaben und rechts oben in klein und orange das Kürzel rbb.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit radioeins.
Sie empfangen radioeins als Livestream im Internet unter www.radioeins.de, über Kabel und Satellit sowie im Digitalradio (DAB+).

Die Teilnehmer

Portraitfoto von Dimitri Hegemann

Dimitri Hegemann © Marie Staggat

Dimitri Hegemann (Kulturmanager und Raumforscher)

"Gib der Jugend ihren Raum und lass sie experimentieren!"

Dimitri Hegemann interessiert sich bereits seit den 1980er Jahren für ungewöhnliche Ausdrucksformen in Bild und Ton und für Räume für alternative Kultur. So ist er unter anderem seit 1982 Organisator des Berlin Atonal, einem Festival für nonkonforme Musik. 1991 eröffnete er den Club Tresor, einen der bekanntesten Technoclubs der Welt. Ab 2007 baute er das ehemalige Heizkraftwerk Berlin-Mitte als neuen Standort des Tresors zu einer spektakulären und stark frequentierten Event- und Ausstellungslocation aus.
Dank seiner jahrzehntelangen Erfahrungen bei der Neugestaltung von Räumen ist Hegemann gefragter künstlerischer und stadtplanerischer Berater für diverse Projekte, so seit 2015 für die Umwandlung der ehemaligen Fabrik Packard Plant zu einem urbanen lebendigen Jugend- und Kulturzentrum in Detroit.

Portraitfoto von Thomas Niemeyer

Thomas Niemeyer © Regionalmanagement Berlin-Schöneweide / Foto: Tina Merkau

Thomas Niemeyer (Regionalmanager Schöneweide)

"Die große Herausforderung ist es, Nutzungen für die besonders kostenintensiv zu sanierenden historischen Industriekomplexe zu finden, die einerseits den Gebäuden, ihrer Geschichte und deren Lage gerecht werden und andererseits den Eigentümern eine betriebswirtschaftlich attraktive Perspektive bieten, damit diese investieren."

Thomas Niemeyer hat in Hamburg Flugzeugbau studiert und ist als Quereinsteiger zur Immobilienprojektentwicklung gelangt. Er hat an erfolgreichen Denkmalrevitalisierungen, wie dem Admiralspalast, mitgearbeitet.
Seit November 2012 ist er bei der WISTA Management GmbH, einer Beteiligungsgesellschaft des Landes Berlin, mit der Leitung des Regionalmanagements in Berlin-Schöneweide betraut. Sein Auftrag ist die Revitalisierung des industriekulturell bedeutenden ehemaligen AEG-Areals im Umfeld der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin. Mehr als 250.000 Quadratmeter denkmalgeschützte Bausubstanz müssen in den kommenden Jahren saniert werden. Inzwischen drehen sich die ersten Kräne und privates Geld wird investiert – die ganz "dicken Bretter" sind aber noch zu bohren.

Portraitfoto von Prof. Joseph Hoppe

Prof. Joseph Hoppe © Privat

Prof. Joseph Hoppe (Deutsches Technikmuseum und Berliner Zentrum für Industriekultur)

"Unsere Region ist voller spannender Zeugen der Industriekultur. Sie neu und anders zu nutzen, bereichert unsere Kulturlandschaft enorm und kann der Stadtgesellschaft neue Perspektiven geben."

Professor Joseph Hoppe ist Stellvertretender Direktor und Leiter Kuratorischer Dienst des Deutschen Technikmuseums in Berlin. Im Museum ist er unter anderem für die Ausstellungsplanung zuständig. Ein weiterer Schwerpunkt ist die industriehistorische Erforschung der Stadtregion rund um das Gleisdreieck, in deren Zentrum heute das Technikmuseum liegt.
Er studierte Geschichte, Pädagogik und Historische Anthropologie in Marburg und Berlin, konzipierte und organisierte zahlreiche medien- und kulturhistorische Ausstellungen, etwa "Stromgitarren" (Mannheim, Berlin, Bern 2004/5) oder "Der Stern von Telefunken" (Berlin 2004). Zusammen mit der Hochschule für Wirtschaft und Technik Berlin hat er das Berliner Zentrum Industriekultur (BZI) ins Leben gerufen.

Porträitfoto von Marie Kaiser

Marie Kaiser © radioeins

Marie Kaiser, radioeins
moderiert das Streitgespräch.

Marie Kaiser, geboren 1981 in Potsdam, ist seit 2008 Redakteurin und Reporterin bei radioeins (Rundfunk Berlin-Brandenburg). Für radioeins hat sie lange die Wissenschaftssendung "Die Profis" betreut. Mittlerweile ist sie Redakteurin im "Schönen Morgen" und hat ihre eigene Kunstkolumne "art aber fair". 2010 erhielt sie den Kurt-Magnus-Preis, eine Auszeichnung der ARD für junge Hörfunkjournalisten.

Marie Kaiser hat in Weimar und Lyon (Frankreich) Europäische Medienkultur studiert.