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Deutsches Technikmuseum - 40 Jahre FiNuT

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Die Webseiten der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin (SDTB) auf einen Blick:

Stiftung

Die Stiftung umfaßt sechs Standorte:

Feministisch 4.40 –
40 Jahre "Frauen in Naturwissenschaft und Technik" (FiNuT)

S/W-Foto: Teilnehmerinnen im Tagungsbereich. An der Wand verschiedene Arbeits- und Informations-Poster.

FiNuT-Tagung 1981 in Hannover © Dagmar Heymann

Tagung zum 40. Jubiläum von FiNuT

am 26. Mai 2017 im Deutschen Technikmuseum

In den 1970er Jahren – im Umfeld von APO, Studentenbewegung, Widerstand gegen Atomwaffen und Atomkraft, der kritischen Betrachtung von Gentechnologie – traten auch Frauen aus naturwissenschaftlichen und technischen Bereichen an die Öffentlichkeit. Bis dahin waren sie in ihren Berufsfeldern, Studiengängen und an Universitäten "unsichtbar".

Aus diesem "Schattendasein" traten sie nun zunehmend heraus und prägten die genannten gesellschaftspolitischen Diskussionen und Bewegungen entscheidend mit. 1977 veranstalteten sie in Aachen ihren ersten Kongress.

SW-Foto: Eine große Gruppe Frauen hört einer Rednerin zu. Im Vordergrund halten zwei Frauen ein an Besenstielen befestigtes Transparent mit der Forderung "Frauen auf den Bau! Genau!" hoch.

Berufspolitische Aktion in der Fußgängerzone Hannover, 1981 © Dagmar Heymann

Die FiNuT-Frauen organisierten sich in Interessen- und Berufsfachgruppen. Sie initiierten öffentlichkeitswirksame Aktionen, um sich gegen die faktischen "Berufsverbote" in naturwissenschaftlichen und technischen Arbeitsfeldern – wie zum Beispiel dem Bauhandwerk – zu wehren. Sie gaben außeruniversitäre Printmedien heraus und bauten ein weitreichendes Netzwerk auf.

Es ging ihnen hierbei um eine Politisierung sowie um die Eröffnung von Karrieremöglichkeiten und die Weiterbildung für Frauen. Mit – zunächst autonomen – Forschungen zu Ingenieurinnen, technischem Wandel und Geschlechterbeziehungen hielt die interdisziplinäre Frauenforschung (heute: Geschlechterforschung) um 1990 Einzug in die Universitäten. Diese jahrzehntelange feministische Arbeit schuf Grundlagen für heutige Frauenfördermaßnahmen in naturwissenschaftlichen und technischen Berufen.

Heute scheinen Feminismus und Frauenförderung etabliert und selbstverständlich zu sein. Sie sind institutionalisiert, damit aber auch bürokratisiert und formalisiert. Gibt es keine "gläserne Decke" mehr oder stößt frau nur später dagegen? Wo stehen Frauen heute und was ist noch zu verändern?

Die Jahrestagung zum 40. Jubiläum von FiNuT will sowohl einen Blick zurück als auch nach vorn werfen.

Perspektivische Anknüpfungspunkte mit dem Deutschen Technikmuseum und seinem bereits umfangreichen Archivbestand zum Thema sowie mit dem Projekt "Gender Pro Mint" der Technischen Universität Berlin werden thematisiert und Möglichkeiten der zukünftigen Vernetzung ausgelotet.

Die Tagung (Programm s. Materialbox) wird von der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung (ZiFG) der TU Berlin und "Frauen in Naturwissenschaft und Technik" ausgerichtet.

Datum Zeit Ort
Fr., 26. Mai 2017 10.00 bis 18.00 Uhr Kommunikationsraum, Neubau 3.OG

Anmeldung: Die Teilnahme an der Tagung ist kostenfrei. Aufgrund der begrenzten Teilnehmer*innenzahl bitten die Veranstalterinnen bis zum 14. Mai 2017 um eine verbindliche Anmeldung unter: geschaeftsstelle@nut.de