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Deutsches Technikmuseum - Berliner Bauingenieure: Heinrich Müller-Breslau

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Stiftung

Die Stiftung umfaßt sechs Standorte:

Heinrich Müller-Breslau und die Berliner Schule der Baustatik

Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Karl-Eugen Kurrer, Wilhelm Ernst & Sohn, Berlin

In den 1880er Jahren trat mit Heinrich Müller-Breslau (1851-1925) ein Berliner Bauingenieur in die Welt des Eisenbaus und der Baustatik ein, der die wissenschaftliche Grundlegung des konstruktiven Ingenieurbaus für mehr als ein halbes Jahrhundert nicht nur auf nationaler, sondern auch auf internationaler Ebene prägen sollte.

Als Nachfolger Emil Winklers (1835-1888) an der TH Berlin-Charlottenburg gelang Müller-Breslau 1889 mit der symbolischen Formulierung des Kraftgrößenverfahrens die Vollendung der klassische Baustatik. Bis 1910 stand die Berliner Schule der Baustatik in Konkurrenz zur Dresdener Schule der Technischen Mechanik eines Otto Mohr (1835-1918).

Die konstitutive Idee der Berliner Schule bestand im Paradigma der δ-Symbolik des Kraftgrößenverfahrens zur Analyse statisch unbestimmter Stabwerke, die Müller-Breslau 1889 formulierte und die später auch Eingang in andere technikwissenschaftliche Disziplinen, wie der Theorie der Schiffs- und Flugzeugfestigkeit, finden sollte.

Das Kraftgrößenverfahren bildete Mitte der 1930er Jahre den Ausgangspunkt von Konrad Zuses (1910-1995) Entwicklung des weltersten programmgesteuerten Rechners, der am 12. Mai 1941 mit Unterstützung von Alfred Teichmann (1902-1969) debütierte.

Mit der auf Basis des Kraftgrößenverfahrens formulierten Schubfeldtheorie entstand in den späten 1930er Jahren im Flugzeugbau ein Vorläufer der computergestützten Methode der finiten Elemente, welche nach 1950 die Strukturanalyse revolutionieren sollte.

Datum Zeit Ort
Do., 15. Februar 2018 17.30 Uhr Vortragssaal, 4. OG

Vortragsreihe "Praktiken und Potentiale von Bautechnikgeschichte - Berliner Bauingenieure" - Veranstalter VDI Berlin-Brandenburg

mit den VDI-Arbeitskreisen Technikgeschichte (Leitung: Dr.-Ing. Karl-Eugen Kurrer und Dr. phil. Stefan Poser) und Bautechnik (Leitung: Andreas Götze)) sowie dem Lehrstuhl für Bautechnikgeschichte und Tragwerkserhaltung der BTU Cottbus (Leiter: Prof. Dr.-Ing. Werner Lorenz)