| |

Deutsches Technikmuseum - Fahrradfahren in Berlin

Navigationsmenüs


Webseitenübersicht

Die Webseiten der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin (SDTB) auf einen Blick:

Stiftung

Die Stiftung umfaßt sechs Standorte:

Tourismus-Hit oder Totalrisiko - Fahrradfahren in Berlin

Grafik zur Veranstaltung: Mittig eine gezackte weiße Bruchlinie mit dem Titel der Diskussion. Links oben der Blick über den Fahrradlenker auf das Brandenburger Tor, rechts unten ein Beinahe-Unfall zwischen einem Auto und einem Fahrradfahrer.

Reihe "Forum Technoversum – die Zukunftsdebatte im Deutschen Technikmuseum"

Podiumsdiskussion
am 19. Oktober 2017 um 19.00 Uhr mit

Stefan Gelbhaar (Bündnis 90/Die Grünen)
Kristin Karig
(paper planes e.V., Radbahn Berlin)
Maria T. Wagener
(Regionalverband Ruhr, Referatsleiterin Regionalentwicklung)

Moderation: Marie Kaiser (radioeins)

Für Fahrradfahrer ist Berlin ein heißes Pflaster: Mit keinem anderen Verkehrsmittel kommt man so effizient und umweltfreundlich von A nach B, zugleich ist die Stadt für Drahtesel aber auch höchst gefährlich. Die Radwege, so vorhanden, lassen oft deutlich zu wünschen übrig, Tramgleise und Monsterkreuzungen machen das Radeln zur Mutprobe.

Ein Fahrradgesetz soll hier Abhilfe schaffen. Doch wie kann eine fortschrittliche Verkehrsplanung aussehen, die das Fahrrad als einen zentralen Teilnehmer berücksichtigt? Wodurch kann das Fahrradfahren als zukunftweisendes touristisches und infrastrukturelles Plus in der Stadt verankert werden? Wie kann Berlin hier von anderen Städten und Regionen lernen? Und: Ist es überhaupt möglich, die stark divergierenden Interessen der Berliner Verkehrsteilnehmer unter einen Hut zu bekommen?

Experten diskutieren darüber im Forum Technoversum des Deutschen Technikmuseums in Berlin.

Der Eintritt ist frei. Es ist keine Anmeldung erforderlich.

Die Veranstaltung findet im Museumscafé Tor Eins am Südende der Ladestraße des Museums am Park am Gleisdreieck statt (Zugang über Möckernstraße).

Datum Zeit Ort Einlass
Do., 19. Oktober 2017 19.00 Uhr Café Tor Eins (Zugang über Möckernstraße) ab 18.30 Uhr
Grafik: Logo von Radio eins: Auf hellgrauem Hintergrund links das Wort "Radio" in schwarzen, rechts daneben das Wort eins in orangefarbenen Buchstaben und rechts oben in klein und orange das Kürzel rbb.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit radioeins.
Sie empfangen radioeins als Livestream im Internet unter www.radioeins.de, über Kabel und Satellit sowie im Digitalradio (DAB+).

Die Teilnehmer

Portraitfoto von Stefan Gelbhaar

Stefan Gelbhaar © Foto: Marko Fechner

Stefan Gelbhaar (Bündnis 90/Die Grünen)

"Wir sollten den Straßenraum in Berlin effizienter nutzen, damit die Berlinerinnen und Berliner in Zukunft schneller, sauber und sicherer ans Ziel kommen. Das Fahrrad kann dabei zu einem idealen Fortbewegungsmittel werden."

Stefan Gelbhaar ist zurzeit in der grünen Fraktion des Berliner Abgeordnetenhauses der Sprecher zu Verkehrs-, Medien- und Netzpolitik. Der ehemalige Landesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen wurde in Berlin-Friedrichshain geboren und lebt seit über 30 Jahren in Pankow. Der Rechtsanwalt und Vorstand des Bildungswerks der Heinrich-Böll-Stiftung setzt sich aktiv für die moderne Verkehrsentwicklung Berlins ein - ohne einen Ausbau der A100.

Er möchte die soziale Mischung in den Berliner Kiezen erhalten - mit günstigen Wohnungen auch im Innenstadt-Bereich. Bei der Bundestagswahl am 24. September ist er über die Berliner Landesliste in den neuen Bundestag gewählt worden.

Portraitfoto von Kristin Karig

Kristin Karig © Foto: Kristin Karig

Kristin Karig (paper planes e.V., Radbahn Berlin)

"Es geht nicht um das Fahrradfahren an sich, sondern darum, den Städten den menschenfreundlichen Maßstab und Rhythmus zurückzugeben."

Kristin Karig, gebürtige Mexikanerin, studierte Architektur in Puebla, Mexiko und beschäftigte sich zunächst mit Projekten im öffentlichen Raum. Sie realisierte den ersten baulich getrennten Radweg ihrer Heimstadt zusammen mit dem Architekturbüro "adaptable a.d."
In Berlin war sie für verschiedene renommierte Architekturbüros tätig. 2015 erarbeitete sie zusammen mit dem Gemeinnützigen Verein paper planes e.V. das Konzept für die Aktivierung der Flächen unter der bekannten Hochbahn U1. Es nennt sich Radbahn U1 und sieht in seiner Kernnutzung einen circa 9 Kilometer langen, weitgehend überdachten Radweg vor.

Der gemeinnützige Zweck von paper planes e.V. ist es, gesellschaftliche und technologische Potenziale zu erforschen, die zu umwelt- und menschengerechteren und dadurch lebenswerteren Stadträumen führen.

Portraitfoto von Maria T. Wagener

Maria T. Wagener © Foto privat

Maria T. Wagener (Regionalverband Ruhr, Referatsleiterin Regionalentwicklung)

"Für die Sicherstellung der Mobilität in Ballungsräumen ist das Fahrrad als vollwertiger Verkehrsträger, wie das Auto oder die Busse und Bahnen, zu betrachten. Halbherziges Engagement beim Radverkehr können wir uns nicht länger leisten."

Die Diplomingenieurin Maria T. Wagener studierte Architektur sowie Stadt- und Regionalplanung in Wuppertal und Siegen. Seit 1994 arbeitet sie als Planerin in Praxis und Lehre. Seit 2010 ist sie Referatsleiterin Regionalentwicklung beim Regionalverband Ruhr in Essen

Ein Schwerpunkt der Arbeit bildet das Thema vernetzte Mobilität: Radverkehr ist dabei integraler Bestandteil. Sie ist unter anderem aktiv beim Deutschen Städtetag, sowie im Frauennetzwerk Ruhr.

Porträitfoto von Marie Kaiser

Marie Kaiser © radioeins

Marie Kaiser, radioeins
moderiert das Streitgespräch.

Marie Kaiser, geboren 1981 in Potsdam, ist seit 2008 Redakteurin und Reporterin bei radioeins (Rundfunk Berlin-Brandenburg). Für radioeins hat sie lange die Wissenschaftssendung "Die Profis" betreut. Mittlerweile ist sie Redakteurin im "Schönen Morgen" und hat ihre eigene Kunstkolumne "art aber fair". 2010 erhielt sie den Kurt-Magnus-Preis, eine Auszeichnung der ARD für junge Hörfunkjournalisten.

Marie Kaiser hat in Weimar und Lyon (Frankreich) Europäische Medienkultur studiert.