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Deutsches Technikmuseum - Max Planck - Revolutionär wider Willen Sonderausstellung präsentiert den Vater der Quantentheorie und gibt neue Einblicke in die Geschichte der Physik und der Max-Planck-Gesellschaft

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Max Planck - Revolutionär wider Willen Sonderausstellung präsentiert den Vater der Quantentheorie und gibt neue Einblicke in die Geschichte der Physik und der Max-Planck-Gesellschaft

- 26. April bis 5. Oktober 2008 -


Max Planck gehört zu den herausragenden Physikern des 20. Jahrhunderts. Seine Forschungen markieren den Beginn der modernen Physik, und er prägte Organisations-formen, die noch heute die deutsche Forschungslandschaft bestimmen. Zum 150. Geburtstag Max Plancks feiert die Max-Planck-Gesellschaft ihren Namensgeber mit einer Ausstellung im Deutschen Technikmuseum Berlin. Die Schau im Technikmuseum zeigt vom 26. April bis 5. Oktober 2008 anhand zahlreicher Exponate und Originaldokumente zentrale Aspekte der Physik- und Wissenschaftsgeschichte vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart sowie die Bedeutung der Quantenphysik für die moderne Wissenschaft.

Die Ausstellung dokumentiert Max Plancks Leben und seine Rolle im wissenschaftlichen Netzwerk seiner Zeit. Planck wurde 1858 in Kiel geboren und starb 1947 in Göttingen. 1885 zum außerordentlichen Professor für Physik in Kiel berufen, begann der junge Planck seine akademische Karriere; 1889 wechselte er an die renommierte Berliner Universität, deren Rektor er 1913 wurde. Als Koryphäe der Wissenschaftspolitik übernahm Planck 1930 das Amt des Präsidenten der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft (1930 bis 1937). Gegenüber dem "Dritten Reich" verhielt Planck sich zunächst weitgehend kompromissbereit. Planck, der die Autorität des Staates grundsätzlich anerkannte, sah es als seine Aufgabe, die wissen-schaftliche Arbeit in den Forschungsinstituten der KWG erfolgreich weiterzuführen, die durch die Emigration jüdischer Wissenschaftler großen Schaden nahm. Mit der Festigung der NS-Terrorherrschaft entwickelte er jedoch zunehmend eine innere Distanz zu den neuen Machthabern. Ein schwerer Schicksalsschlag traf Planck mit der Verhaftung und Hinrichtung seines Sohnes Erwin, der zum Kreis des 20. Juli 1944 gehörte. Nach dem Krieg war es der großen internationalen Reputation Plancks zu verdanken, dass die Organisationsform der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft weiter bestand. Planck übernahm noch einmal kommissarisch das Präsidentenamt und wurde mit 88 Jahren Namensgeber der Max-Planck-Gesellschaft.

Plancks Forschung

Ein zweiter Schwerpunkt der Ausstellung sind Plancks Forschungen und verschiedene Aspekte der modernen Physik. Interaktive Stationen und ausgewählte Exponate der Physikgeschichte, Briefe und Fotografien dokumentieren Inhalte und Bedeutungen von Plancks Entdeckungen. An zentraler Stelle steht Plancks Strahlungsgesetz, das er im Herbst 1900 formulierte: Seine Entdeckung, dass sich die kleinsten Teilchen anders verhalten, als es die Gesetze der herkömmlichen Mechanik bis dahin erklären konnten, revolutionierte die Physik und führte zu ihrer Erweiterung um ein bis dahin noch nicht erkanntes Forschungsgebiet mit ganz eigenen, unbekannten Gesetzmäßigkeiten. Die Beschäftigung mit ihnen wurde in der Folge zur neuen Aufgabe physikalischer Forschungen.

Organisierte Wissenschaft

Der dritte Fokus der Ausstellung thematisiert mit Blick auf Plancks Karriere Formen der Organisation und Selbstverwaltung von Wissenschaft in Vergangenheit und Gegenwart. Die historische Perspektive auf die Zeit vor 1945 wird durch den Blick auf die Gründung der Max-Planck-Gesellschaft im Jahr 1946 und auf ihre heutige Arbeit aktuell ergänzt. Die wesentlichen Fragen sind nach wie vor so gültig wie zu Plancks Zeiten. Aktuelle Beispiele aus der modernen Grundlagenforschung von Max-Planck-Instituten zeigen, welche Bedeutung die Quantenphysik heute hat.

Revolutionär wider Willen

Die Ausstellung dokumentiert die Erfolge, Brüche und Zweifel der deutschen Wissenschaft in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Gleichzeitig analysiert sie, unter welchen institutionellen, persönlichen, politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen neues Wissen entsteht. Max Planck war als Forscher ein Revolutionär wider Willen. Seinem Zeitgenossen und wissenschaftlichen Nachfolger Werner Heisenberg galt er als ein "seiner Natur nach ausgesprochen konservativer Denker, der (...) an der klassischen Geschlossen-heit der Physik immer seine Freude hatte." Dennoch brachte Plancks Quantentheorie die "Revolution des physikalischen Denkens" (Max Born). Planck wollte durch seine Forschungen das Weltbild seiner Zeit nicht bewusst verändern. Sein unvoreingenommener Blick auf bis dahin ungeklärte Phänomene führte ihn jedoch dazu, traditionelle Grenzen zu überschreiten und gänzlich Neues zu finden.

Die Max-Planck-Gesellschaft informiert mit der Ausstellung über unbekannte Details ihres bekannten Gründers und gibt Einblicke in gedankliche und historische Hintergründe ihrer Arbeit in der Grundlagenforschung.

Die Schau wurde in Kooperation mit dem Deutschen Technikmuseum Berlin entwickelt und lädt die breite Öffentlichkeit zu einer Begegnung mit der Welt der Wissenschaften ein.

Lange Nacht der Wissenschaften Abwechslungsreiches Programm in der Ausstellung mit Führungen, Vorträgen und Filmen.
14. Juni 2008, 17.00 bis 01.00 Uhr

Pressekontakt Dr. Susanne Kiewitz
Max-Planck-Gesellschaft
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Berlin
Telefon +49 (0)30.22667.273
E-Mail  skiewitz@mpiwg-berlin.mpg.de

Weitere Informationen unter www.planck-ausstellung.de

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  • Motiv des Ausstellungsplakates zur Sonderausstellung im Deutschen Technikmuseum Berlin

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