| |

Deutsches Technikmuseum - Beyond the blinds

Navigationsmenüs


Webseitenübersicht

Die Webseiten der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin (SDTB) auf einen Blick:

Stiftung

Die Stiftung umfaßt sechs Standorte:

Foto: Blick in ein verlassenes Chemielabor mit Arbeitstischen.

"Verstummt / Mutisme": Ehemalige Arbeitsplätze für Studierende im Institut für Pharmakologie

Foto: Das Treppenhaus des Robert-Koch-Forums mit hölzernen Stützpfeilern und schmiedeeisernem Geländer.

"Kurzes Aufleuchten / Échappée": Das Treppenhaus des Robert-Koch-Forums

Foto: Blick durch die Installationen eines Laborplatzes zu zwei Fenstern, durch die noch die gegenüberliegenden Gebäude zu sehen sind.

"Wortlose Poesie / Silent Poetry": Labor-Arbeitsplätze aus anderem Blickwinkel

Foto: Blick durch eine offene Tür: Im alten Teil ist der dunkle Flur mit Blumenkacheln gefliest, im neuen strahlt alles glatt und hell.

"Grenzen / Boundaries ": Die Grenze zwischen dem renovierten und dem alten Gebäudeteil ist deutlich zu sehen.

Beyond the blinds

Das Robert-Koch-Forum: Fotografien von Amaury Wenger

Galerie der Fototechnik-Dauerausstellung

6. Mai bis 2. August 2015

Foto: Blick in den holzgetäfelten Hörsaal mit umlaufender Galerie und großem Deckenfenster.

Der Robert-Koch-Saal: Der Namensgeber hielt allerdings seinen berühmten Vortrag nicht in diesem Hörsaal.

Verlassene Labor-Arbeitsplätze, ein imposanter Hörsaal ohne Studierende, eine große Bibliothek mit leeren Regalen:

Bevor der neue Eigentümer Einzug hielt, bot sich dem Architekturfotografen Amaury Wenger im September 2013 die Möglichkeit, das historische Robert-Koch-Forum an der Dorotheenstraße in Berlin-Mitte, seit 1875 universitäre Lehr- und Forschungsstätte für Medizin, zu dokumentieren.

17 ausgewählte Fotografien eröffnen ungewöhnliche Blickwinkel hinter die Jalousien - beyond the blinds - des verlassenen traditionsreichen Gebäudes und nehmen den Betrachter mit auf eine Zeitreise.

Hier hielt der Mediziner Robert Koch 1882 seinen berühmten Vortrag über die Entdeckung des Tuberkulose-Erregers, für die er 1905 mit dem Nobelpreis geehrt wurde.

Foto: Blick in die alte Bibliothek mit deckenhohen leeren Holzregalen.

"Unsichtbare Bücher / Invisible Books": Die alte Bibliothek des Instituts für Pharmakologie nach dem Umzug - leergeräumt und trotzdem belebt.

Reise in die Vergangenheit

Wenger gelingt es, die verblassenden Spuren der Vergangenheit so einzufangen, dass sie vor dem inneren Auge des Betrachters lebendig werden und - fast wie von selbst - ihre Geschichte preisgeben.

Die atmosphärische Präsentation der verschiedenen Bildformate beflügelt zudem die Fantasie des Besuchers und lässt die verflogene Stimmung in den ehemaligen Laborräumen erahnen: Auf drei alten Experimentiertischen werden Fotos quasi als Mikroskopie-Präparate, die analysiert werden können, präsentiert.

Weitere Detailaufnahmen fügen sich wie Puzzleteile zur persönlichen Betrachtung des Ortes zusammen.

Vita

Amaury Wenger, 1987 in Paris geboren, lebt und arbeitet seit 2010 in Berlin. Parallel zum Architekturstudium in Frankreich und Deutschland spezialisierte er sich auf das Fotografieren von Baustellen und verlassenen Orten. Seine Reportage über die Baustelle des Maison de Radio France in Paris wurde 2013 im Anschluss an die 55. Biennale in Venedig ausgestellt.

Momentan arbeitet der Künstler an einem Projekt über die moderne Architektur in europäischen Häfen.

"Pillen & Pipetten"

Als ideale thematische Ergänzung bietet sich der Besuch unserer Ausstellung "Pillen & Pipetten" im gleichen Gebäude an. Vor dem Hintergrund der Geschichte des Berliner Unternehmens Schering werden Arbeitstechniken und -mittel eines Labors, die chemische Produktvielfalt sowie die Grundlagen der pharmazeutischen Industrie vorgestellt.

Headerfoto: "Aufgelöst / Wiped out": Ein heller, großer, leergeräumter
Untersuchungsraum im 2. OG

© alle Fotos: Amaury Wenger