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Deutsches Technikmuseum - Wunderkammer Wissenschaft

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Webseitenübersicht

Die Webseiten der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin (SDTB) auf einen Blick:

Stiftung

Die Stiftung umfaßt sechs Standorte:

Falschfarbenaufnahme: Aufsicht des Marsvulkans, die die Höhenunterschiede des Vulkankegels verdeutlicht

Bildmosaik des Marsvulkans "Olympus Mons" mit farbkodierten Höheninformationen, erstellt mithilfe der High Resolution Stereo Camera (HRSC) an Bord der Planetensonde Mars Express
© DLR/ESA/FU Berlin (G. Neukum)

Foto: Beschreibung folgt

Das Innere der GSI-Beschleunigeranlage für Ionenstrahlen
© GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung (Achim Zschau)

Foto: Ein Wissenschaftler in einem Schutzanzug geht gebückt durch eine messingfarbene Metallröhre

Das Innere des Karlsruhe Tritium Neutrino Experiments KATRIN
© Karlsruher Institut für Technologie (Markus Breig)

Schwarz-weiß-Foto: Portrait von Herrmann von Helmholtz in reiferen Jahren

Der Naturwissenschaftler Hermann von Helmholtz (1821–1894)
Foto: Archiv Helmholtz-Gemeinschaft

Wunderkammer Wissenschaft

Start der Wanderausstellung der Helmholtz-Gemeinschaft im Deutschen Technikmuseum

23. September bis 1. November 2009

Ausstellungslogo: Das Foto des Karlsruher Tritium Neutrino Experiments Katrin und der Schriftzug Wunderkammer Wissenschaft

Was hält die Welt im Innersten zusammen? Welche Rolle spielt eine Kieselalge bei der Entwicklung leichter Autofelgen? Was macht Bakterien und Viren zu Krankheitserregern? Gelingt es, das Sonnenfeuer auf die Erde zu holen, um die Energieversorgung von morgen zu sichern?

Diesen und anderen spannenden Fragen sind die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Helmholtz-Gemeinschaft auf der Spur: Sie lüften die Geheimnisse von Materie, Energie, Raum und Zeit. Die Wanderausstellung "Wunderkammer Wissenschaft" gewährt erstmals einen umfassenden Einblick in eine Welt, die sonst nur wenigen Forscherinnen und Forschern vorbehalten ist.

Rund 500 akustisch untermalte bewegte und bewegende Bilder – von kleinsten Nanowelten bis zu riesigen Großgeräten – laden die breite Öffentlichkeit ein zu einer faszinierenden Begegnung mit den Rätseln, die Wissenschaft und Forschung heute lösen. Die beeindruckenden Wissenschaftsbilder auf großformatigen LCD-Bildschirmen entfalten ohne Erklärung ihre Eigenwirkung: 16 "Wunderkammern" lassen den Betrachter den ursprünglichen Impuls des Erforschens nachempfinden – das Staunen über das Wunderbare unserer Welt, die Neugier und das Fragen nach ihrer Entstehung, Entwicklung und Zukunft.

Rasterelektronenmikroskopaufnahme, schwarz-weiß: Netzartiges Kieselskelett von Hemiaulus

Kieselalge Hemiaulus, Rasterelektronenmikroskopaufnahme © Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meersforschung (Friedel Hinz)

"Der Anfang aller Weisheit ist die Verwunderung." (Aristoteles)

Teilchenbeschleuniger, Forschungssatelliten, Rasterelektronenmikroskope und andere wissenschaftliche Großgeräte liefern immer präzisere Einblicke in die Materie, die uns umgibt. Sie helfen, unsere oft rätselhafte Welt besser zu verstehen – und muten dabei selbst wie wundersame Gestalten an.
Die Bilderschau zeigt, wie Forscher sich das Universum ins Labor holen, um Antimaterie zu erforschen oder das Rätsel um die Dunkle Materie zu lösen. Sie überrascht mit unerwarteten Einblicken in die Anatomie eines 260 Millionen Jahre alten Paräosauriers oder verdeutlicht, dass Kohlenstoff-Nanoröhren zwanzig Mal fester als Stahl, aber gleichzeitig so leicht wie Aluminium sind.

In den Kunst- und Raritätenkabinetten der Renaissance und des Barocks waren es bizarre Objekte der Natur, Wissenschaft und Kunst, die von Handelsreisen und Entdeckungsfahrten mitgebracht, ausgestellt und erforscht wurden. Diesen "Wunderkammern" lag das Bestreben zugrunde, das große Universum im Kleinen abzubilden, um es verstehen zu lernen. Sie bildeten die Keimzellen der ersten wissenschaftlichen Sammlungen und Museen.

Einblicke in die Welt der Forschung
 
Heute ermöglichen moderne Bildgebungsverfahren Einblicke in unsichtbare Nanowelten oder Nahaufnahmen ferner Planeten, machen Stoffwechselaktivitäten von Pflanzen und Molekülstrukturen sichtbar. Die Ausstellung zeigt aktuelle Wissenschaftsbilder aus den Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft. Präsentiert werden mit unterschiedlichen Techniken erzeugte Bilder und Simulationen aus der täglichen Arbeit der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, aber auch Aufnahmen von technischen Geräten und Werkzeugen, die sonst nur wenigen Helmholtz-Mitarbeitern vorbehalten sind.

Über die Forschungsarbeit, die sich hinter den Bildern verbirgt, geben Begleithefte Auskunft. Touchscreens ermöglichen den direkten Zugang auf ein Internet-Portal, das die einzelnen Bilder genauer erläutert. Schließlich bieten Audiostationen ungewöhnliche Informationen aus der Helmholtz-Forschung zum Hören an.