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Deutsches Technikmuseum - Schiffspropeller

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Webseitenübersicht

Die Webseiten der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin (SDTB) auf einen Blick:

Stiftung

Die Stiftung umfaßt sechs Standorte:

Foto: Glühendes Flüssigmetall ergießt sich aus dem 90-Tonnen-Gussbehälter in eine Form, von der nur die eisernen Beschwerungen gegen die Auftriebskräfte zu sehen sind. Mehrere Männer in Hitze-Schutzkleidung beobachten den Eingießvorgang

Der große Guss. Das flüssige Metall wird von der Gusspfanne über einen Gusskanal in die Abgussform geleitet. 

Foto: Blick in eine große Lagerhalle, in der eng nebeneinander einzelne Flügelmodelle aus Holz gelagert werden. Die Flügel sehen wie große Walflossen aus

Lagerhalle mit den unterschiedlichsten Propellerflügelmodellen.

Foto: Auf einem rotierenden Metallteller von 6 bis 7 m Durchmesser liegt ein Propeller. Senkrecht von oben führt ein Maschinenarm in die Propellermittelachse. Vorn steht ein Mann, dessen Größe etwa einem Drittel des Propellerdurchmessers entspricht.

Eine hochpräzise computergesteuerte Fräsmaschine bearbeitet eine Propellernabe mit der Exaktheit von einigen hundertstel Millimetern

Schiffspropeller:

Innovative Technik - Monumentale Kunstwerke

Sonderausstellung in der Galerie der Dauerausstellung "Fototechnik"

1. November 2011 bis 26. Februar 2012

Foto: Ein wie einzelne Engelsflügel golden glänzender Propeller hängt senkrecht in einer Vorrichtung, die wie ein Reck aussieht und über ein Steuerpult bedient wird. Zwei Männer mit gelben Sicherheitshelmen prüfen die Aufhängung.

Für bestimmte Bearbeitungsschritte und Prüfvorgänge werden die Propeller mit einer speziellen Vorrichtung in eine aufrechte Stellung gebracht.

Sie sind unsichtbare Giganten - die Schiffspropeller der großen Tanker und Containerschiffe. Welche Dimensionen sie tatsächlich haben und wie aufwändig sie gefertigt werden, zeigt diese Fotoausstellung. Über 60 kommentierte Aufnahmen des Fotokünstlers Hitch veranschaulichen die Produktionsprozesse in der Mecklenburgischen Metallguss GmbH (MMG) in Waren an der Müritz. Deutlich werden unter anderem die Größenrelationen zwischen den Facharbeitern und ihrem Produkt, dem Propeller, der bis zu 11,5 Metern Durchmesser erreichen kann.

Innovative Technik für monumentale Kunstwerke

Die Fotoschau öffnet die Türen in die Werkstätten der MMG, dem weltweiten Marktführer der Branche. Das Unternehmen konstruiert und fertigt Propeller von bis zu 11,5 Metern Durchmesser für die größten Tanker- und Containerschiffe. Die gewaltigen Schrauben wiegen bis zu 150 Tonnen, werden von bis zu 120.000 PS angetrieben und drehen sich bis zu 150.000 Mal Tag für Tag um die eigene Achse. Die Schritte der technisch anspruchsvollen Herstellung - vom komplexen Gussverfahren bis zum Fräsen und Schleifen für eine präzise ausgearbeitete Oberflächenstruktur - werden unverfälscht festgehalten.

Foto: Blick in einen Fertigungsraum mit Teilansicht eines liegenden Propellers. Ein roboterartiger Maschinenarm mit vier Schleiftellern an seiner Spitze ragt von rechts ins Bild hinein. Die Maschine bearbeitet eine der Flügeloberflächen.

Schleifmanipulatoren glätten den gefrästen Propellerrohling.

Der Fotograf

Der Berliner Fotokünstler Hitch wurde 1967 geboren. Nach einem autodidaktischen Fotografie-Studium ist er heute freiberuflich in den Bereichen Industrie- und Architekturfotografie tätig. Auf klassische Weise fotografiert er mit einer analogen Leicaflex-Kamera ohne den Einsatz von Blitzlicht. Die nachträgliche Bildbearbeitung am Computer lehnt er strikt ab. Seine Fotos haben daher ihren ganz besonderen Charme.

Die Ausstellung ist Teil seines Langzeitprojektes "TechStruct – Germany" und steht diesmal unter der Schirmherrschaft des Ministers für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Jürgen Seidel.

Copyright für alle Fotos: Hitch

Headerfoto: Transportkrahnung eines Schiffspropellers zu einer Bearbeitungsmaschine.