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Deutsches Technikmuseum - April

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Die Stiftung umfaßt sechs Standorte:

Objekt des Monats April 2019

Foto: Das Ei aus Zucker besteht aus zwei Hälften, die mit einer Naht aus Spritzguss zusammen geklebt sind. Als weiteres Zierelement ist ein Blumenstrauß ausgeführt. Klarsichtfolie umhüllt das Ei. Das Kartonmotiv ist ein Osterei auf einer Wiese.

Dieses Osterei aus Zucker wurde viele Jahrzehnte sorgsam aufbewahrt und verbirgt im Inneren eine Überraschung: ein Miniaturdiorama mit Papierfiguren. © SDTB / Foto: C. Kirchner

Osterei mit Miniaturdiorama, 1908-1918

Dieses dekorative Osterei hat schon einige Osterfeste er- und überlebt. Man mag es dieser fragilen Konstruktion aus Zucker, Spritzguss und Pappe nicht zutrauen, aber sie ist bereits etwa hundert Jahre alt und kam aus (mindestens) fünfter Hand in unsere Sammlung.

Das Deutsche Technikmuseum erhielt dieses Objekt im vergangenen Jahr von einer Oldenburgerin.
Sie hatte es von ihrer Großmutter (geb. 1926) geerbt. Zuvor gehörte es einer Schulfreundin der Großmutter. Und jene Schulfreundin wiederum bekam es von ihrer Mutter, die im Jahr 1900 geboren wurde.
Letzterer wurde das Osterei in ihrer Jugend in Bremen geschenkt.

Diese Objektgeschichte legt den Schluss nahe, dass das Ei nicht nach 1918 hergestellt worden sein kann.
Die untere Datierungsgrenze liefert die noch originale Verpackung.
Zellophan (auch Cellophan oder Zellglas) erlaubte erstmals ab 1908, Verpackungen aus Klarsichtfolie herzustellen.

Tradition mit europäischen Wurzeln

"Panorama-Eier" wie dieses bestehen aus zwei Schalenhälften aus in Form gepresstem Zucker. Die Hälften werden mit Spritzguss zusammengehalten, nachdem das Diorama im Inneren fertig ist.

Diese Tradition mit europäischen Wurzeln erfreute sich auch in den USA noch bis zum Ende der 1980er-Jahre einer gewissen Beliebtheit.

Foto: Der Karton zeigt ein, dem Inhalt ähnelndes, Osterei auf einer Wiese. Um das Ei herum laufen Figuren aus Märchen sowie zwei Kinder. Am Rand sind weitere kleine Ostereier und zwei Weidenkätzchenzweige mit Schleife dargestellt.

Das Bild auf der originalen Geschenkverpackung verweist schon auf den Inhalt. Eine Märchenfigur, vermutlich Schneewittchen, wirft dabei einen Blick ins Ei-Innere. © SDTB / Foto: C. Kirchner

Heutzutage gehören solche Schmuck-Eier nicht mehr zum üblichen Oster-Sortiment des Süßwarenhandels. Stattdessen kann man im Internet diverse Anleitungen zum Selbstbau finden. Das wird viele Nostalgiker freuen, aber wohl keine Konkurrenz für die überall erhältlichen Schoko-Eier darstellen.

Diese sind einfacher und mundgerecht zu verzehren und schmecken wohl auch besser.