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Deutsches Technikmuseum - Januar

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Die Webseiten der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin (SDTB) auf einen Blick:

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Die Stiftung umfaßt sechs Standorte:

Objekt des Monats Januar 2019

Foto: Auf einer rechteckigen Grundplatte ist ein Adler montiert. Die ausgebreiteten, spitz zulaufenden Flügel unterstreichen das auf die Grundform reduzierte Design. Grundplatte und Adler sind vernickelt, erscheinen somit metallisch silbern.

Zeitlos modernes Design: der Gropius-Adler von 1932 © SDTB / Foto: Clemens Kirchner

"Gropius-Adler" Schreibtischmodell, um 1932

Das Schreibtischmodell des Berliner Schilderfabrikanten Lücker diente als Werbegeschenk der Frankfurter Adlerwerke, damals ein bedeutender Hersteller von Büromaschinen, Fahrrädern und Automobilen.

Die Form entspricht dem 1932 eingeführten und damals modern anmutenden Firmenlogo, das der Architekt Walter Gropius entworfen hatte.

Der Bauhaus-Gründer Walter Gropius

Gropius, der 1919 in Weimar die Kunstschule Bauhaus gegründet hatte, stand für eine sachlich-funktionale Architektur und ein entsprechendes Design von Alltagsgegenständen. Das neue Logo brach mit dem bis dato traditionell gestalteten Firmenemblem und zeichnete sich durch eine vereinfachte, gradlinige Form aus. Hundert Jahre nach der Bauhaus-Gründung sind diese Formelemente noch heute prägend für modernes Design.

Ab 1929 entwarf Gropius für Adler auch Auto-Karosserien, deren Grundform aber nur wenig von herkömmlichen Fahrzeugen abwich. Zum Verkaufserfolg entwickelten sich diese Modelle während der Weltwirtschaftskrise jedoch nicht: Es entstanden nur zwei Limousinen und gut 20 Cabrios.

Grafik: Links: In einem Dreieck ein Adler mit ausgebreiteten Schwingen auf einem Steuerrad. Seitlich befinden sich zwei kleine Blitze. Rechts: Das Logo zeigt einen stilisierten Adler. Der Kopf blickt nach rechts, die Schwingen sind ausgebreitet.

Links: Firmenlogo der Adlerwerke 1918-1932 / Rechts: Firmenlogo 1932-1958. Das von Gropius entworfene moderne Logo blieb in leicht veränderter Form bis 1958 Markenemblem von Adler. © SDTB, Historisches Archiv

Der Gropius-Adler – Markenzeichen bis 1958

Der Gropius-Adler blieb im Dritten Reich das Markenzeichen Adlers, obwohl das Bauhaus und seine Vertreter als "jüdisch" und "bolschewistisch" verfolgt wurden. Die Form passte zur teils modernen Ästhetik und Symbolik des Nationalsozialismus, etwa zum Parteiadler der NSDAP, der ab 1935 als Reichsadler offizielles Staatswappen wurde.

Nach dem Krieg verwendete Adler das Logo für Motorräder und Büromaschinen – Autos fertigte das Unternehmen nicht mehr. 1958 verschwand der Gropius-Adler schließlich vom Markt, nachdem der Hauptaktionär Grundig die Fusion der Adler-Werke mit den Triumph-Werken veranlasste.