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Deutsches Technikmuseum - Februar

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Die Webseiten der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin (SDTB) auf einen Blick:

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Die Stiftung umfaßt sechs Standorte:

Objekt des Monats Februar 2013

Foto: Links der Metallbaukasten mit vielen gelochten Metallleisten und Scheiben. In der Mitte ein angefangener Fachwerkturm. Hinten der Anker-Kasten mit selbst fabriziertem mittelalterlichem Steinportal. Rechts eine altmodische Grubenlampe aus Messing.

Zufallsfunde eines Flohmarkt- besuchs 1983 / Bitte zoomen!

Flohmarktfunde des Gründungsdirektors, 1983

Die "Objekte des Monats" im Jahr 2013 wurden alle 1983, im ersten Jahr des Museums, eingeworben. Wir zeigen damit die Bandbreite unserer frühen Sammlungen.

Im Monat Februar ist die Ausbeute eines Flohmarktstreifzugs von Günther Gottmann zu sehen, dem ersten Direktor des Deutschen Technikmuseums. Vom Trödelmarkt brachte er seine Zufallsfunde direkt ins Museum: Stabil-Baukasten, Grubenlampe und Steinbaukasten.

Foto: Der Metallbaukasten. Die Einzelteile liegen ordentlich sortiert in ihren Fächern. Rechts ein halbfertiger Turm aus Metallleisten, der in seinen Proportionen an den Berliner Funkturm erinnert.

Der Stabil-Baukasten / Zoom

Solch ein Stabil-Metallbaukasten mag in den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts unsere Groß- oder Urgroßeltern zu manch kreativem Nachbau des Berliner Funkturms oder anderer Radiowellen-Sender angeregt haben. Angesichts der wachsenden Konkurrenz von Plastik-Baukästen wurde die Produktion von STABIL-Baukästen um 1970 eingestellt.

Gottmann kaufte ihn, weil er sich wünschte, dass in seinem Museum Kinder selbst bauen und ausprobieren dürfen. Aus diesem Wunsch entwickelten sich später die Pläne für das Science Center Spectrum.

Das Haus am Anfang der Ladestraße wird gerade renoviert – ab Mitte August 2013 lädt es wieder zum Forschen und Experimentieren ein.

Foto: Im aufgeklappten Anker-Steinkasten sind die blauen, ockerfarbenen und roten Sand- bzw. Kreidesteine sorgfältig einsortiert. Bei der Grubenlampe aus Messing verhindert ein Magnetverschluss, dass die Lampe im Bergwerk geöffnet wird.

Anker-Steinbaukasten und Benzinlampe / Zoom

Benzinlampen wie diese wurden im Bergbau eingesetzt. Sie hatten einen Sicherheitsmechanismus: Wenn sich in Kohlebergwerken ein gefährliches Gasgemisch bildete, leuchteten sie auf und alle Arbeiter verließen das Bergwerk.
Diese Lampe wurde in den 1970er Jahren in Polen hergestellt, darauf weisen die eingeschlagenen Zahlen hin.

Weil das Deutsche Technikmuseum keine Bergbauabteilung hat, wurde diese Lampe noch nie ausgestellt. Dafür stand sie bis zu seiner Pensionierung im Büro von Direktor Gottmann.

Der Anker-Steinbaukasten wurde 1875 von Gustav Lilienthal entwickelt, Bruder des Flugpioniers Otto Lilienthal. Um zu zeigen, was die beiden Brüder neben Fliegen außerdem noch machten, ist ein solcher Kasten auch in der Luftfahrtausstellung im 3. Obergeschoss des Neubaus ausgestellt.

Der Steinbaukasten hier wurde vor etwa hundert Jahren hergestellt. Welche Kinder wohl mit diesem Klassiker spielten, bevor er vor dreißig Jahren über den Flohmarkt ins Museum kam?

Bildrechte: Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin (SDTB)
Foto: C. Kirchner