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Deutsches Technikmuseum - September

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Die Webseiten der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin (SDTB) auf einen Blick:

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Die Stiftung umfaßt sechs Standorte:

Objekt des Monats September 2013

Foto: Klobiges schwarzes Gerät mit Tastatur, Wählscheibe und einem circa 1 cm breiten Papierstreifen zur Textausgabe. Oben der Dokumentenhalter für die zu sendenden Nachrichten. Daneben das handgroße Mobiltelefon.

Wie Großvater und Enkel: Fernschreiber (ab 1951) und Mobiltelefon (1994/95) © SDTB / C. Kirchner

Siemens Fernschreiber T68, ab 1951

Auf den ersten Blick wirkt der Fernschreiber T68 von Siemens mit seiner Tastatur wie eine alte Schreibmaschine. Die Wählscheibe über dem Tastenfeld verrät aber, dass es sich um einen Fernschreiber zur Übermittlung von Textnachrichten handelt.

Das Telex-Netz

Am 16. Oktober 1933 nahm die Deutsche Reichspost den Betrieb des "öffentlichen Fernschreibdienstes" (Telex) zwischen Berlin und Hamburg auf. Damit konnten Nachrichten in Klarschrift übermittelt werden, ohne dass der Empfänger die Mitteilung umständlich aus dem Morsealphabet übersetzen musste. Das Telex-Netz war wie das normale Telefonnetz aufgebaut, mit diesem aber nicht verknüpft. Beim Start 1933 waren lediglich 21 Teilnehmer über das Telex-Netz verbunden, 1939 waren es bereits 1500, und bis 1979 stieg die Zahl der Anschlüsse auf 90 000 an.

Oberer Abschnitt des großen Fotos: Oben in seiner Halterung das Eingabetextblatt, links unten die Telefonwählscheibe. Unten einige Schreibmaschinentasten.

Die "Short Message" des 20. Jahrhunderts / Zur Vollansicht bitte zoomen!

Textnachrichten gestern und heute

Das Rattern der Fernschreiber bestimmte über Jahrzehnte das Bild schneller Nachrichtenübermittlung in Nachrichtenagenturen, Botschaften und Unternehmen. Auch Privatpersonen konnten auf dem Postamt ein Telegramm "aufgeben", das unverzüglich mittels Fernschreiber an das zuständige Postamt des Empfängers übermittelt wurde.

Seit den 1980er Jahren verloren der Fernschreiber und das Telex-Netz zunehmend an Bedeutung. Sie wurden von modernen Kommunikationsmedien wie Telefax und E-Mail abgelöst.

Das Versenden kurzer Textnachrichten gehört heute mehr denn je zur Alltagskommunikation, beispielsweise per SMS. Dass man dazu keinen 16 Kilogramm schweren Fernschreiber mehr braucht, zeigt das Gerät Nokia 2110 von 1994/95. Es ist eines der ersten Mobiltelefone, mit denen SMS gesendet und empfangen werden konnten, und wiegt nur 240 Gramm.

Alle "Objekte des Monats" im Jahr 2013 wurden 1983, im ersten Jahr des Deutschen Technikmuseums, eingeworben. So zeigen wir die Bandbreite unserer frühen Sammlungen.