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Deutsches Technikmuseum - Oktober

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Objekt des Monats Oktober 2015

Foto: Die Häutungshülle einer Languste: Der leere Panzer mit den fünf Laufbein-Paaren sowie die langen Fühler, auch Antennen genannt, sind gut erhalten.

Die Häutungshülle einer Languste: Ihr Panzer besteht hauptsächlich aus Chitin. © SDTB / Foto: C. Kirchner

Leere Häutungshülle einer Languste, 2013

Wenn es einer Languste zu eng wird in ihrem Panzer, streift sie ihn ab und bildet einen neuen, etwas größeren, aus. Solch eine leere Hülle nennt der Biologe Exuvie.

Wieso aber befindet sich ein Objekt aus der Tierwelt in der Sammlung des Deutschen Technikmuseums? Im November 2013 wurde die frisch abgelegte Exuvie im Zoo Aquarium Berlin abgeholt und zur Trocknung drapiert, denn sie sollte Teil der neuen Dauerausstellung über Zucker werden.

Solche Ergänzungen zum bereits vorhandenen Sammlungsbestand des Zucker-Museums wurden nötig, weil die neue Ausstellung nicht nur die Produktion und Kulturgeschichte des Haushaltszuckers behandelt. Sie geht auch verstärkt ein auf die Bedeutung verschiedener Zuckermoleküle für Natur, Mensch und Technik.

Das Außenskelett von Krebsen, Spinnen, Insekten und Co. besteht zu einem wesentlichen Anteil aus Chitin. Das wiederum setzt sich aus nichts anderem zusammen als aus chemisch leicht verändertem Traubenzucker. Chitin gilt als das zweithäufigste Biopolymer unseres Planeten, was nicht verwundert, wenn man die Vielzahl der Pilze und Krabbeltiere bedenkt, die es an und in sich tragen. Der Mensch kann Chitin als Rohstoff für unterschiedliche Anwendungen nutzen - etwa für die Produktion von Lautsprechermembranen oder blutungsstillender Gaze.

Inzwischen hat sich für die leere Languste als Chitin-Symbolobjekt ein weitaus imposanterer Ersatz für die Ausstellung gefunden. Und: Das häufigste Biopolymer auf Erden ist natürlich auch eine Zuckerverbindung.

Mehr dazu seit dem 26. November in unserer neuen Dauerausstellung "Alles Zucker! Nahrung – Werkstoff – Energie".