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Deutsches Technikmuseum - November

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Objekt des Monats November 2015

Foto: Kleine und große Buchstaben liegen ordentlich sortiert in einzelnen Fächern. Auf der Tafel in der Kastenmitte steht das Wort "Ende".

Der Buchstabenkasten mit Montagetafel der Firma MKP, 1960er Jahre © SDTB / Foto: C. Kirchner

"Der Filmtexter" - Buchstabenkasten mit Montagetafel, 1960er Jahre

Das Medium Film hielt ab den 1920er Jahren auch in Deutschland schrittweise Einzug in die privaten Haushalte. Filmen wurde zu einem beliebten Zeitvertreib der Besserverdienenden. Festgehalten wurden vor allen Dingen familiäre Ereignisse und Urlaubserinnerungen.

Daran hat sich bis heute nichts geändert. Stets ist dabei die Gestaltung des Filmtitels eine besondere Herausforderung.

Für Filmamateure erschienen zahlreiche Ratgeber und Zeitschriften, die stets auch eine Bauanleitung für ein Titelgerät enthielten. Es gab zwar bereits fertig ausgestanzte, teils selbstklebende Buchstaben im Handel, diese wurden jedoch in erster Linie für professionelle Filmproduktionen hergestellt und waren recht teuer. So war es in Amateurkreisen allgemeine Praxis, die Texte mit Ausziehtusche und Schablonen selbst herzustellen.

Spätestens in den 1950er Jahren wurde Schmalfilmen zum Massenphänomen, und viele Firmen stellten nun auch für den privaten Gebrauch Buchstaben zur Titelgestaltung her. Mit diesen konnte man jetzt Filmtitel buchstabenweise zusammenstellen, auf eine Tafel heften oder einklemmen und abfilmen.

Da die meisten Hobbyfilmer nur eine Stummfilmausrüstung besaßen, kamen die kleinen Buchstaben auch häufig für Zwischentitel zum Einsatz. Ähnlich den Bildunterschriften in einem Fotoalbum oder den Texteinblendungen aus den Kindertagen des Kinos, sollten sie erklärende Funktion haben.