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Deutsches Technikmuseum - Oktober

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Objekt des Monats Oktober 2018

Foto: Der flache Clip hat eine viereckige Grundform mit mehreren Einkerbungen und Aussparungen zum Anknoten eines Ballons. Er liegt neben der Öffnung eines unaufgeblasenen Ballons. Sowohl Ballon als auch Clip haben eine weißliche Färbung.

Bioabbaubare Clips wie dieser haben die Ballons der "Lichtgrenze" verschlossen. © SDTB / Foto: C. Kirchner

Ballonclip für "Lichtgrenze", 2014

Im November 2014, 25 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer, zog sich erneut eine Trennlinie zwischen Ost- und West-Berlin – diesmal allerdings nur, um sie wieder verschwinden zu lassen.

Es handelte sich um ein vergängliches Kunstwerk zur Feier des 25. Jahrestages des Berliner Mauerfalls.

Die von den Künstlern Christopher und Marc Bauder entwickelte Installation trug den Titel "Lichtgrenze" und bestand aus tausenden beleuchteten Ballons, die den ehemaligen Grenzverlauf auf 15,3 Kilometern Länge anzeigten. Zum Finale der Aktion hoben die Ballons ab. Jeder Ballon trug dabei eine Karte mit einer persönlichen Botschaft der Person, die ihn gestartet hatte, mit sich.

Clips aus einer speziell angepassten Biokunststoffmischung

Nun landeten aber nicht nur die Karten irgendwann. War die schöne Aktion also zugleich auch eine Form von Vermüllung?

Der eigentliche Ballon bestand aus bioabbaubarem Naturkautschuk, zum sicheren Verschluss war allerdings ein Clip nötig. Damit dieser sich in der Umwelt ebenfalls mit der Zeit zersetzt, fertigte das Institut für Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe an der Hochschule Hannover extra für die Installation besondere Ballonclips an.

Die Clips bestehen aus einer speziell angepassten Biokunststoffmischung. Sie müssen nicht nur bioabbaubar, sondern auch fest und elastisch genug sein, um nicht schon beim Verschließen des Ballons den Abbau durch Zerbrechen einzuleiten. Der Hauptbestandteil ist Polymilchsäure (PLA), die sich aus Zuckern gewinnen lässt. Die Ballonclips bestehen also aus nachwachsenden Rohstoffen und sind bioabbaubar.

Foto: Die Ballons leuchten und ergänzen sich in der Dunkelheit mit der Stadtbeleuchtung und Reflektionen auf dem Wasser. Entlang der Lichtgrenze sowie auf einem Schiff und einer Brücke sind Menschen zu sehen.

Die "Lichtgrenze" zeichnete vom 7. - 9. November 2014 den ehemaligen Mauerverlauf auf 15,3 Kilometern nach – hier am Spreebogen. © Kulturprojekte Berlin / Foto: Camilo Brau

Damit war die "Lichtgrenze" in der Tat eine vergängliche Kunstinstallation.