| |

Deutsches Technikmuseum - #portrait

Navigationsmenüs


Webseitenübersicht

Die Webseiten der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin (SDTB) auf einen Blick:

Stiftung

Die Stiftung umfaßt sechs Standorte:

Foto: Historisches Ganzkörperportät in Sepia: Ein Zigarre rauchender Mann mit Schirmmütze und Arbeitsschürze. In einer Hand hält er ein großes Messer, in der anderen eine Fleischkeule, die er auf einem Tisch mit weißer Tischdecke abstützt.

Porträt eines Fleischers, Russland, 1865.

Schwarz-Weiß-Foto: Historisches Ganzkörperporträt einer jungen Frau mit Schirm und großem Hut. Aufgenommen ist das Foto in einem Atelier.

Porträt einer Frau, Fotoatelier M. Appel Berlin, um 1910.

Schwarz-Weiß-Foto: Porträt einer älteren Frau mit einem kleinen Hund auf dem Arm. Sie trägt Perlenkette und -ohrringe, ihr Haar ist hochgesteckt.

Porträt Frau mit Hund, Ort unbekannt, 1937.

Farbfoto: Selbstporträt eines Fotografen in einem schwarzen Anzug, fotografiert mit einer Rolleifex-Kamera auf einem Stativ und mit Selbstauslöser.

Selbstporträt eines Fotografen, Ort unbekannt, um 1970.

#portrait

Eine Geschichte der inszenierten Personenfotografie

Kleine Galerie der Fototechnik-Dauerausstellung (Beamtenhaus, 2. OG)

15. Mai bis 20. Oktober 2019

Das Familienfoto im Rahmen an der Wand, das Passfoto der Liebsten im Portemonnaie oder Album und der Schnappschuss, der per Smartphone versendet wird – immer wieder begegnet uns das Porträt.

Schwarz-Weiß-Foto: Historisches Ganzkörperporträt einer Frau. Sie trägt ein langes, dunkles Kleid, das eng anliegt. Das Atelier ist mit Pflanzen und Mobiliar ausgestattet. Auf einem Tisch liegt eine Bibel.

Ganzkörperporträt einer Frau, Fotoatelier Karl Wahl, Berlin-Wedding, um 1900.

Rund 250 Porträtfotos zeigen eine Vielfalt an Motiven in der Personenfotografie. Die Aufnahmen sind je nach Verwendungszweck vier Kategorien zugeordnet: Früher wie heute werden sie gerahmt, gesammelt, ins Album geklebt oder dienen der Kommunikation. Motive in Schwarz-Weiß und ihr Pendant in Farbe stehen sich gegenüber.

Das Porträt – mehr als ein Gesicht

In allen erdenklichen Zusammenhängen und zu unterschiedlichen Zwecken entstehen Porträts - also Fotografien von Personen. Mit dieser Definition ist der Begriff Porträt in der Ausstellung weit gefasst. Das Porträtfoto ist ein Zusammenspiel von den Personen vor und hinter der Kamera, der Art und Weise, wie und in welchem Zusammenhang das Foto aufgenommen und von wem es betrachtet wird. Das Porträt wird immer wieder inszeniert: von dem Fotografen oder der Fotografin oder den Menschen, die sich selbst auf bestimmte Weise darstellen möchten.

Vom künstlerischen Unikat zur Bilderflut

Als Weiterführung der Porträtmalerei entstanden ab 1840 Fotografien von Personen. Der Berliner Fotograf und Porträtmaler Karl Wahl beispielsweise vereinte beide Techniken: Er bot auch Nachbesserungen der Fotos mit Öl- und Pastellfarbe an.

Mit der Verlagerung der Porträtfotografie aus den Ateliers in den Alltag der Menschen nimmt die Vielfalt an Themen und somit die Gelegenheit zur Inszenierung zu. Bei der Wahl des Motivs bleibt jedoch eines gleich: Geknipst wird, was den Menschen wichtig ist.

Farbfoto: Halbprofil eines jungen Mannes, der eine Katze auf dem Arm hält. Am unteren Bildrand wurde der Schriftzug „Life partner“ ergänzt und ein Herz-Symbol eingefügt.

Grußbotschaft Mann mit Katze, Berlin, 2019. © Privat

Auch die Möglichkeit, Fotos in Farbe oder digital aufzunehmen, mindert die Faszination am Porträt nicht - ganz im Gegenteil. In einer wahren Bilderflut inszenieren sich Menschen täglich: Auf der Fotoplattform Instagram gibt es mittlerweile über 90 Millionen Bilder, die mit #portrait verschlagwortet sind.

Wo ist dein Foto?

Die Ausstellung ist ein Potpourri aus 16 Jahrzehnten inszenierter Personenfotografie. In der bunten Mischung findet jede Besucherin oder jeder Besucher einen Anknüpfungspunkt zur eigenen Fotogeschichte – egal, ob vor oder hinter der Kamera. Denn in einer dieser Kategorien findet man das eigene Foto bestimmt: gerahmt, gesammelt, ins Album geklebt oder in die Welt geschickt.

Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt der Volontärinnen und Volontäre der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin: Theresa Hahn, Antonia Oelke, Dirk Schreiber, Tatjana Teller, Eveliene Veen, Isabel Wanger und Frank Zwintzscher.

Headerbild: Drei Porträtfotos in Schwarz-Weiß einer jungen Frau aus dem Fotoautomaten "Photomaton", Berlin, Friedrichstraße, um 1930. © SDTB / Historisches Archiv

© Für alle Fotos: SDTB / Historisches Archiv, sofern nicht anders angegeben