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Deutsches Technikmuseum - Medieninfo: Gesichter Indiens – Menschen vor der Kamera

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Gesichter Indiens – Menschen vor der Kamera

Sonderausstellung in der Fotogalerie des Deutschen Technikmuseums
3. November 2009 bis 28. Februar 2010

Die Ausstellung zeigt etwa 80 farbige Porträts von Menschen aus dem Vielvölkerstaat Indien.
Der Amateurfotograf Helmut Schilke entdeckte in den 1980er Jahren seine Leidenschaft für das Reisen auf dem indischen Subkontinent. Die meist freundlichen Menschen in ihrer farbenfrohen Bekleidung faszinieren ihn und das hinduistisch geprägte Alltagsleben entlang des heiligen Flusses Ganges zieht ihn immer wieder an.
Vom Himalaya bis nach Varanasi, wo das Bad im Ganges die Erlösung vom ewigen Kreislauf des Lebens verspricht, hat Helmut Schilke dort lebende Menschen und ihre besonderen Lebensumstände kennengelernt und fotografisch festgehalten.

Die Menschen

Er porträtierte Menschen jeden Alters aus den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen – beim Wäschewaschen im Fluss oder bei den Feierlichkeiten zum Frühlingsfest Holi. Ihre farbigen Stirnzeichnungen, Tilaka genannt, verweisen auf die Zugehörigkeit zu einem bestimmten hinduistischen Orden.
Auch die hinduistischen Bettelwandermönche, Sadhus genannt, standen ihm häufig vor der Kamera Modell. Diese oft zölibatär lebenden Asketen haben ihr konventionelles, bürgerliches Dasein aufgegeben für die Suche nach spiritueller Vollendung durch Meditation, Gottesdienst und Lesen der heiligen Schriften.
Besonders exotisch, mit europäischen Augen betrachtet, erscheinen die Naga Sadhus des Dashanami Ordens. Sie reiben sich mit heiliger Asche ein und sind oft nur mit einem Lendentuch oder gar nicht bekleidet. In früheren Zeiten haben sie gegen islamische Invasoren und während der Kolonialherrschaft gegen die Engländer gekämpft. Unter den heiligen Männern Indiens gehören sie zu den meistverehrten.

Das Land

Indien ist ein Land mit einer kaum überschaubaren Vielfalt an Völkern, Sprachen und regionalen Besonderheiten. Als Republik mit 28 Bundesstaaten ist es mit 1,1 Milliarden Einwohnern der bevölkerungsreichste demokratische Staat der Erde. Es ist geprägt von massiven wirtschaftlichen und sozialen Gegensätzen: einerseits eine aufsteigende Wirtschaftsmacht, andererseits ein Land mit weit verbreiteter Armut, starker Überbevölkerung und Umweltverschmutzung sowie vielen ethnischen und religiösen Konflikten. Das tägliche Leben bestimmt der Hinduismus, zu dem sich 80 Prozent der Bevölkerung bekennen.

Vita

Helmut Schilke wurde 1953 in Emsdetten / Westfalen geboren. Nach einer kaufmännischen Ausbildung war er viele Jahre in Düsseldorf im Waggonbau tätig. Er lebt seit 2002 in Berlin. Auf seinen mehrjährigen Reisen durch Indien gab er Englischunterricht in McLeod Ganj, dem Sitz des Dalai Lama, und ließ sich vom Buddhismus inspirieren. Seit einigen Jahren ist er bekennender Buddhist.

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