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Deutsches Technikmuseum - Pressemappe Eröffnung des Schülerlabors

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Die Webseiten der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin (SDTB) auf einen Blick:

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Die Stiftung umfaßt sechs Standorte:

Eröffnung des neuen Schülerlabors Meilensteine im Science Center Spectrum

Ab 17. Februar Zeitreisen zu Forscherlegenden möglich / Nachbauten erwecken historische Experimente zum Leben

Wie kommt man mit Bärlappsporen elektrischer Ladung auf die Spur? Lässt sich diese in einer Flasche sammeln? Welcher genial einfache Versuchsaufbau revolutionierte um 1670 die Theorie zu Licht und Farbentstehung?
Und wie sah die Arbeitswelt berühmter historischer Forscher aus?
Im neuen Schülerlabor Meilensteine des Berliner Science Center Spectrum werden diese und viele weitere Fragen ab dem 17. Februar beantwortet. Das Besondere an dem Konzept ist der historische Ansatz, der eine Lücke in der Landschaft der Schülerlabore schließt: Um die Lust auf wissenschaftliches Arbeiten und Forschen zu wecken, macht das Schülerlabor mit seinem Programm Meilensteine der Naturwissenschaftsgeschichte erlebbar.
Forscherpersönlichkeiten wie Isaac Newton und Georg Christoph Lichtenberg werden als Identifikationsfiguren vorgestellt. Die Schülerinnen und Schüler begeben sich auf eine Zeitreise in deren Arbeitszimmer und experimentieren in den Bereichen Optik und Elektrizität. Sie arbeiten dabei mit Nachbauten historischer Versuchsanordnungen (Replikationen), die nach Originalquellen gefertigt wurden.
Die lehrplanorientierten Programme richten sich an Schülerinnen und Schüler der 5.-10. Klasse aus Grundschulen, Sekundarschulen und Gymnasien und vertiefen Inhalte aus der Ausstellung des Science Center Spectrum, das zur Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin gehört.

„Standing on the shoulders of giants – auf den Schultern von Riesen“

Die Schülerinnen und Schüler schlüpfen auf ihrer Zeitreise in die Rolle eines bekannten Wissenschaftlers. So ändern sie ihren Blickwinkel und vollziehen „durch die Augen“ beziehungsweise „auf den Schultern“ der Forscherpersönlichkeiten Schlüsselexperimente der Wissenschaftsgeschichte nach. Als Grundlage für diesen Ansatz dient der berühmte Satz von Isaac Newton aus seinem Brief vom 5. Februar 1675 an Robert Hooke: „Wenn ich weiter geblickt habe, so deshalb, weil ich auf den Schultern von Riesen stehe.“

Im Schülerlabor Meilensteine sind nicht nur die Arbeitsplätze der jeweiligen Forscher nachempfunden. Auch beim Experimentieren stehen die Schülerinnen und Schüler vor ähnlichen Herausforderungen wie die damaligen Wissenschaftler. Sie arbeiten mit den damals üblichen Materialien wie Bärlappsporen, Harzkuchen, Tierfellen und    nicht ganz reinen Prismen-Gläsern. Einzigartig für ein Schülerlabor sind die Replikationen der originalen historischen Versuchsaufbauten, die nach umfassender Recherche nach Originalquellen gebaut wurden. Der didaktische Einsatz  von Schriftquellen wie Briefen und Beschreibungen der Experimente eröffnet Einblicke in das Leben und Arbeiten der Forscher und verdeutlicht zugleich, wie Wissenschaftskommunikation funktioniert, wenn Wissenschaftler ihre Ideen und Erkenntnisse miteinander austauschen.

Die Programme „Elektricität“ und „Opticks“

Im Elektrizitätsprogramm werden Fragen zu den Eigenschaften und der Darstellbarkeit von Elektrizität behandelt.  Dazu werden der italienische Wissenschaftler Alessandro Volta (1745-1827) und sein deutscher Kollege Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799) einander gegenübergestellt. Volta legte mit der Erfindung seines Elektrophors im Jahr 1775 und der ersten Batterie, der Voltasäule (um 1800), Grundlagen für die Elektrizitätsforschung im 18. und 19. Jahrhundert. Lichtenberg gelang es, mit Hilfe des von Volta vorgestellten Elektrophors elektrische Ladungen sichtbar zu machen (Lichtenberg-Figuren).
Die Schülerinnen und Schüler können unter anderem mit Replikationen eines Volta-Elektrophors diese Lichtenberg-Figuren selbstständig herstellen. Mit Hilfe der originalen Anweisungen Voltas lernen sie die Funktionsweise des Elektrophors kennen oder erzeugen Strom mit einem Nachbau der Voltasäule.

Im Optikprogramm stehen die Fragen „Was ist Licht und wie entstehen Farben?“ im Mittelpunkt. Gegenpole sind hier die beiden englischen Wissenschaftler Robert Hooke (1635-1703) und Isaac Newton (1642-1727), die zu genau diesem Thema eine lebhafte Kontroverse ausfochten. Mit Replikationen der Prismenversuche Newtons sowie der Experimente zum Thema Farben aus Hookes „Micrographia“ (1665) werden die Unterschiede beider Forschungsansätze deutlich. Der Schriftwechsel, den Newton und Hooke über die Royal Society London miteinander führten, gibt zudem Aufschluss über die unterschiedlichen Persönlichkeiten der zwei Wissenschaftler.

Das Science Center Spectrum

Das Science Center Spectrum der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin ist seit 30 Jahren weit über die Berliner Stadtgrenze hinaus als außerschulischer Lernort etabliert und langjähriger Partner im Berliner und Brandenburger Schülerlabornetzwerk GenaU. Am 9. August 2013 öffnete es nach umfangreichen Umbaumaßnahmen wieder seine Türen. Auf vier Etagen steht jetzt das spielerische Erforschen verblüffender, populärwissenschaftlich aufbereiteter Phänomene aus der Welt der Wahrnehmung, Physik und Technik wieder im Mittelpunkt. Einmalige Experimentierstationen laden in neuer Gestaltung auf 1.400 Quadratmetern zum Mitmachen ein.

 

Programme „Elektricität“ und „Opticks“ im Schülerlabor Meilensteine:
5. - 10. Klasse.
Bis 16 Personen, Teilung größerer Gruppen möglich.
Dauer: ca. 90 Minuten.
Anmeldung erforderlich unter www.sdtb.de/spectrum, nur Museumseintritt 1,50 Euro/Person.

Schülerlabor Meilensteine
Science Center Spectrum
Möckernstraße 26 (Eingang „Ladestraße“)
10963 Berlin
Tel. 030 / 90 254-284    Fax 030 / 90 254-283
www.sdtb.de                spectrum@sdtb.de

Anfahrt: U-Bahn: Möckernbrücke oder Gleisdreieck, S-Bahn: Anhalter Bahnhof


Ausbau und Modernisierung des Science Center Spectrum wurden aus Mitteln der LOTTO-Stiftung Berlin gefördert und von der Europäischen Union (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) kofinanziert.

                                                    

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    MI: Eröffnung des neuen Schülerlabors Meilensteine im ...

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    MI: Das Science Center Spectrum lädt ein!

  • Unterm Dach vom Science Center Spectrum kann ab dem 17. Februar 2014 geforscht werden. Schülerinnen und Schüler treten in die Fußstapfen berühmter Wissenschaftler, wenn sie mit Nachbauten historischer Versuche (Replikationen) experimentieren.

    Das Schülerlabor Meilensteine des Science Center Spectrum

  • Mit dem von Alessandro Volta 1775 entwickelten Elektrophor lässt sich elektrische Ladung trennen, die dann in einer Leidener Flasche gespeichert werden kann.

    Im Schülerlabor Meilensteine: Elektrische Ladung speichern

  • Mit diesem einfachen Versuchsaufbau hat Georg Christoph Lichtenberg bereits im 18. Jahrhundert die elektrische Ladung sichtbar gemacht. Im Schülerlabor Meilensteine können Schülerinnen und Schüler das Experiment selbst durchführen.

    Im Schülerlabor Meilensteine: Experimentieren wie Georg Christoph ...

  • Vor 200 Jahren gab es keine Elektrizität aus der Steckdose. Wie man einen Harzkuchen durch Reiben mit Fell auflädt, erfährt man im Schülerlabor Meilensteine des Science Center Spectrum.

    Im Schülerlabor Meilensteine: Reibungselektrizität

  • Taucht man zwei Finger in die "Tassenkrone" nach Alessandro Volta, wird der Stromkreis geschlossen und die elektrische Spannung spürbar. Je mehr mit Salzwasser gefüllte Gläser über Kupfer- und Zinkplättchen verbunden werden, desto stärker ist diese Batterie.

    Im Schülerlabor Meilensteine: Spannung spüren mit der ...

  • Die Schülerinnen und Schüler treten in die Fußstapfen Alessandro Voltas, wenn sie mit der "Tassenkrone" Strom erzeugen. Die Gläser werden mit Salzwasser gefüllt und über Kupfer- und Zinkplättchen verbunden - so entsteht eine frühe Form der Batterie.

    Im Schülerlabor Meilensteine: Auf den Spuren Alessandro ...

  • Solche Sterne entstehen, wenn elektrische Ladung mit Bärlappsporen sichtbar gemacht wird. Die Schülerinnen und Schüler folgen bei diesem Experiment den Spuren des deutschen Physikers Georg Christoph Lichtenberg.

    Im Schülerlabor Meilensteine: Lichtenbergfiguren

  • Mit dem von Alessandro Volta entwickelten Elektrophor lässt sich elektrische Ladung trennen, die dann in einer Leidener Flasche gespeichert werden kann.

    Im Schülerlabor Meilensteine: Elektrizität in der Flasche?

  • Im Schülerlabor Meilensteine können die Schülerinnen und Schüler historische Experimente nacherleben. Mit Hilfe der originalen Beschreibungen Alessandro Voltas bauen sie selbstständig die erste Batterie - die Voltasäule - nach.

    Im Schülerlabor Meilensteine: Forschen wie Alessandro Volta

  • Solche und ähnliche Sterne entstehen, wenn elektrische Ladung mit Bärlappsporen sichtbar gemacht wird. Die Schülerinnen und Schüler folgen bei diesem Experiment den Spuren von Georg Christoph Lichtenberg.

    Im Schülerlabor Meilensteine: Elektrische Ladung sichtbar machen

  • Wenn alles gut gegangen ist, werden gleich die Lichtenbergfiguren sichtbar. Schülerinnen übertragen die Ladung einer Leidener Flasche auf einen Harzkuchen.

    Im Schülerlabor Meilensteine: Spannung zum Schluss