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Deutsches Technikmuseum - Pressemappe 40 Jahre Deutsche im Weltall

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Die Stiftung umfaßt sechs Standorte:

40 Jahre Deutsche im Weltall

Sonderausstellung im Deutschen Technikmuseum über zwei Staaten, elf Raumfahrer und einhundert Objekte

20. September bis 30. Dezember 2018 (verlängert bis 31. März 2019)

Vor 40 Jahren startete Sigmund Jähn als erster deutscher Raumfahrer ins Weltall. Anlässlich des 40. Jahrestages seines Fluges zeigt das Deutsche Technikmuseum in Berlin vom 20. September bis 30. Dezember 2018 die Sonderausstellung „40 Jahre Deutsche im Weltall. Zwei Staaten, elf Raumfahrer, einhundert Objekte“. Die Jubiläums-Schau wirft einen Blick zurück auf deutsche Raumfahrtgeschichte, auf politische Propaganda, wissenschaftliche Meilensteine und überraschende Anekdoten.

Getrennte und gemeinsame deutsche Raumfahrt

Die Ausstellung stellt auf einer Fläche von rund 150 Quadratmetern die Biografien der elf deutschen Raumfahrer vor, die bisher im Weltraum waren. Am 26. August 1978 startete DDR-Bürger Sigmund Jähn vom Weltraumbahnhof Baikonur, Kasachstan, ins Weltall. Damals gelangte erstmals ein Bürger des geteilten Deutschlands an Bord des sowjetischen Raumschiffes Sojus 31 ins All. Vierzig Jahre später, am 6. Juni 2018 brach Alexander Gerst vom selben Ort zur Internationalen Raumstation (ISS) für die aktuell laufende Mission „Horizons“ auf.

Die Sonderausstellung erzählt die Geschichte der deutschen Raumfahrt von den ersten Flügen zur Zeit des Kalten Krieges in sowjetischen und amerikanischen Raumschiffen über die beginnende Zusammenarbeit zwischen Ost und West auf der russischen Raumstation MIR bis hin zum Bau und Betrieb der ISS. Die Geschichte der Deutschen im Weltraum macht auch deutlich, wie aus Gegnern im Kalten Krieg Partner im All wurden.

Einblicke in den Alltag im Weltraum

Rund einhundert Objekte lassen die Geschichte der bemannten deutschen Raumfahrt von den späten 1970er Jahren bis in die Gegenwart lebendig werden. Zu sehen sind neben Kleidungsstücken, Experimenten und Werkzeugen auch Weltraumnahrung sowie Modelle und Andenken. Zu den Highlights der Ausstellung zählen der originale Overall des deutschen Astronauten Reinhard Furrer sowie der in Westberlin entwickelte und von ihm benutzte Messhelm zur Erforschung des Gleichgewichtssinnes. Darüber hinaus wird auch der Startschlüssel für die Sojus-Rakete, mit der 1997 Reinhold Ewald zur russischen Raumstation MIR flog, zu sehen sein. Nicht zuletzt werden ein Stück der Berliner Mauer, das mit einem amerikanischem Space Shuttle im All war, sowie ein Originalteil jener Rakete, mit der Alexander Gerst am 6. Juni dieses Jahres zur ISS aufgebrochen ist, ausgestellt.

Überraschende Anekdoten aus dem All

Die Ausstellung zeigt nicht nur Geschichte, sondern auch Geschichten. Sie erklärt, warum Raumfahrer ihr Wasser im All nicht teilen, ihre Schuhe nicht in den Weltraum fliegen dürfen und weshalb Alexander Gerst nach seinem ersten Raumflug 2014 vom ADAC nach Hause geflogen wurde.

Ausbau der Raumfahrt-Sammlung im Deutschen Technikmuseum

Bis zum 30. Dezember 2018 wird die Ausstellung in der Luft- und Raumfahrtabteilung des Deutschen Technikmuseums gezeigt. Im Anschluss daran wird an gleicher Stelle schrittweise eine permanente Raumfahrtausstellung mit neuen Objekten der Museumssammlung entstehen. Zu den neuesten Einwerbungen in die  Sammlung zählen seltene Objekte aus dem Ariane-Programm der europäischen Raumfahrtagentur ESA.

 

Die Ausstellung wird in Zusammenarbeit mit dem Raumfahrtmuseum Mittweida umgesetzt. Das Projekt wird außerdem unterstützt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und LSG Sky Chefs.

Zur Webseite der Sonderausstellung

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    PM: 40 Jahre Deutsche im Weltall

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    Kurzbiographien der elf Raumfahrer: 40 Jahre Deutsche ...

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    Fotonachweis: 40 Jahre Deutsche im Weltall

  • Die Ausstellung "40 Jahre Deutsche im Weltall. Zwei Staaten, elf Raumfahrer, einhundert Objekte" lässt die Geschichte der bemannten deutschen Raumfahrt von den späten 1970er Jahren bis in die Gegenwart lebendig werden. Zu sehen sind neben Kleidungsstücken, Experimenten und Werkzeugen auch Weltraumnahrung sowie Modelle und Andenken. Zu den Highlight-Objekten gehört ein Originalteil jener Rakete, mit der Alexander Gerst am 6. Juni 2018 zur ISS geflogen ist.

    Blick in die Ausstellung

  • Alexander Gerst arbeitet während seines ersten Außenbordeinsatzes am 7. Oktober 2014 an der Außenhülle der ISS.

    Alexander Gerst während seines ersten Außenbordeinsatzes

  • Der Handschuh ist Teil des russischen Orlan, einem der bekanntesten Raumanzüge. Die Konsole wird rechts auf Brusthöhe der Orlan-Raumanzüge getragen. Mit ihr lassen sich einzelne Funktionen des Anzugs steuern. Den Handschuh trug der Kosmonaut Anatoli Solowjow. Auch der deutsche Raumfahrer Thomas Reiter führte seinen ersten Außenbordeinsatz in einem Orlan-Raumanzug durch.

    Rechter Handschuh für Orlan-Raumanzug mit Steuerkonsole

  • Der Aufbau der Internationalen Raumstation begann 1998 und wurde nach elf Jahren weitgehend fertig gestellt. An Bord lebt und arbeitet eine sechsköpfige Besatzung, die regelmäßig ausgetauscht wird, hauptsächlich an Experimenten im Bereich Materialforschung, Biologie und Humanmedizin. Das Modell der ISS im Maßstab 1:25 zeigt einen amerikanischen und einen russischen Raumfahrer während eines Außenbordeinsatzes.

    Modell der Internationalen Raumstation (ISS)

  • Diesen Overall trug der Astronaut Reinhard Furrer, der 1985 an Bord des amerikanischen Space Shuttles Challenger wissenschaftliche Experimente durchführte. Der Messhelm wurde einst in Westberlin entwickelt und von Reinhard Furrer im All zur Erforschung des Gleichgewichtssinns verwendet.

    Overall und Messhelm von Astronaut Reinhard Furrer

  • Sandmännchen und Gummi-Kosmonaut erinnerten in der DDR an Sigmund Jähns Flug ins Weltall, denn eine ähnliche Figur nahm er 1978 mit zur Raumstation  Saljut 6. Kleine Gummi-Kosmonauten waren nach Sigmund Jähns Flug ins All ein beliebtes Souvenir in der DDR. Die Plüschfigur Hein Blöd aus der Sendung "Käpt’n Blaubär" flog 1997 tatsächlich zusammen mit Astronaut Reinhold Ewald ins All.

    Spielzeug-Astronauten

  • Die sowjetische Raumstation Saljut 6 befand sich zwischen 1977 und 1982 im Erdorbit. Sie war die erste Raumstation, die von Kosmonauten für Langzeitmissionen genutzt wurde. Ein Modell der Raumstation im Maßstab 1:25 zeigt die Ausstellung "40 Jahre Deutsche im Weltall".

    Modell der Saljut 6

  • Dieser linke Handschuh mit Spiegel gehört zum Sokol-Druckanzug von Astronaut Reinhold Ewald. Mit dem kleinen Spiegel am Gelenk untersuchte er seinen Raumanzug auf Undichtigkeiten.

    Handschuh des Druckanzugs von Astronaut Reinhold Ewald

  • Dieses Stück der Berliner Mauer flog 1993 mit der deutschen Spacelab Mission "D-2" mit den Astronauten Ulrich Walter und Hans Schlegel ins Weltall.

    Ein Stück Berliner Mauer im Weltall