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Deutsches Technikmuseum - Pressemappe Schriften, Bilder und Zeichen

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Die Webseiten der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin (SDTB) auf einen Blick:

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Die Stiftung umfaßt sechs Standorte:

Schriften, Bilder und Zeichen

Deutsches Technikmuseum eröffnet überarbeitete Ausstellung zur Drucktechnik
Ab 25. Januar 2019

Die Dauerausstellung zur Schreib- und Drucktechnik im Deutschen Technikmuseum in Berlin wird nach einjährigem Umbau am 25. Januar 2019 wiedereröffnet. Die Überarbeitung umfasst sowohl eine inhaltliche als auch eine didaktische Neuausrichtung. Die Ausstellung richtet sich ausdrücklich auch an blinde und seheingeschränkte Besucherinnen und Besucher.

Schriften, Bilder und Zeichen

Auf einer Ausstellungsfläche von 200 Quadratmetern werden den Besucherinnen und Besuchern die fünf Hauptthemen Schriftherstellung und Schriftsatz sowie Drucken von Schriften, Bildern und Zeichen präsentiert. Großformatige Vitrinen mit einer Vielfalt an Exponaten wie Schriftmustern, Druckformen und Werkzeugen zeigen die Komplexität und Vielseitigkeit der Drucktechniken. Mit der inhaltlichen Erweiterung um den Bereich Vervielfältigung von Bildern sind erstmals originale Drucke aus dem Bestand des Historischen Archivs der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin in die neue Dauerausstellung eingezogen.

Lebendige Ausstellung

Die Ausstellung bleibt ein lebendiger Lernort mit Werkstattcharakter. Neben dem Betrieb der Lehrdruckerei und den Vorführungen verschiedener Druckpressen sowie einer Linotype (1972) wird in Zukunft auch der Steindruck vorgeführt. Hands-on-Exponate und Multimedia-Angebote bieten den Besucherinnen und Besuchern vielseitige Zugänge zu den Ausstellungsinhalten. Filme zeigen die alten Techniken in Aktion, sie veranschaulichen die einzelnen Arbeitsschritte an den Maschinen oder geben Einblicke in die Arbeit in historischen Werkstätten.

Technische Entwicklung des Druckens seit Gutenberg

Die Ausstellung veranschaulicht die technische Entwicklung der Drucktechniken seit den Innovationen Johannes Gutenbergs um 1450. Der thematische Fokus liegt auf der Zeit zwischen der Industrialisierung seit 1800 und dem Beginn der Ablösung des Hand- und Maschinensatzes durch optomechanische Verfahren wie dem Fotosatz Ende der 1950er Jahre. Dabei werden die vier Hauptdruckverfahren Hoch-, Tief-, Flach- und Durchdruck exemplarisch vorgestellt. Diese künstlerischen Drucktechniken sowie ihre Mischformen wurden im März 2018 mit Beschluss der Deutschen UNESCO-Kommission in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

Dauerhafte Präsentation des Steindrucks in Berlin

Das Deutsche Technikmuseum hat 2017 die komplette Werkstatt des Stein- und Offsetdruckmeisters Dietmar Liebsch übernommen. Dazu gehört auch eine  bedeutende Sammlung von Lithografiesteinen des Lithografen Paul Mechel aus der Zeit um 1912. Die Werkstatt wurde in das Museum nach Berlin-Kreuzberg transportiert und ist nun Teil der neuen Dauerausstellung. Zudem wurde auch ein Teil des Wissens- und Erfahrungsschatzes von Dietmar Liebsch an den Vorführer des Museums, Stefan Krämer, weitergegeben.

Erstmals wird die Publikation „Polyautographische Zeichnungen vorzüglicher Berliner Künstler" von Wilhelm Reuter aus dem Jahr 1804 als Leihgabe der Berliner Universität der Künste der Öffentlichkeit präsentiert. Das Mappenwerk enthält fünfzehn Lithografien Berliner Künstler, darunter auch eine von Gottfried Schadow. Wilhelm Reuter gilt als erster wichtiger Förderer des Steindrucks in Berlin.

Willkommen zurück: Druckerpressen, Setzmaschinen, Schreibmaschinen

Auch alte Bekannte sind in die Ausstellung zurückgekehrt. Historische Druckpressen und Druckmaschinen repräsentieren die Meilensteine in der Geschichte der Druck- und Setztechnik. Dazu zählen unter anderem eine eiserne Stanhope-Presse (1835), eine ehemals dampfbetriebene Schnellpresse (1895) und ein Heidelberger Tiegel mit einem pneumatischen Bogenführungssystem (1963). Zudem sind Teile eines Schriftguss-Kabinetts der Schriftgießerei H. Berthold AG wieder in der Ausstellung zu sehen. Der Bereich Schreibmaschinen wurde mit Blick auf die Themen Funktionalität, Design und Material neu ausgerichtet. Neben Highlight-Objekten wie der Elektrischen Schreibkugel (1872) oder einer Sholes-Glidden mit Querky-Tastatur (1874) sind nun auch bisher wenig beachtete Schreibmaschinen, zum Beispiel eine Diskret (1899), eine Standard Folding (1907) und eine Gromina (1951) zu sehen.

Taktile Grafiken und Exponate

Zur Geschichte der Drucktechniken gehören auch die für blinde Menschen nutzbare Schriftprägung und tastbare Abbildungen als Medienform. Zentrale Ausstellungsthemen, wie die Herstellung von Schrift und die vier Druckverfahren, werden gleichermaßen für sehende, blinde und seheingeschränkte Besucherinnen und Besucher vermittelt. Taktile Informationsgrafiken, speziell angefertigte, tastbare Objekte sowie originale Objekte, ungekürzte Braille-Beschriftungen und Audiostationen ermöglichen auch blinden und seheingeschränkten Besucherinnen und Besuchern eine selbstständige Erschließung.

Kuratiert wurde die Neukonzeption der Ausstellung von Kerstin Wallbach, Mitarbeiterin der Abteilung Schreib- und Drucktechnik, und Prof. Joseph Hoppe, Leiter der Abteilung Schreib- und Drucktechnik und Stellvertretender Direktor des Deutschen Technikmuseums.

Zur Webseite der Ausstellung Schreib-und Drucktechnik

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    PM: Schriften, Bilder und Zeichen - Deutsches ...

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    Impressum zur Dauerausstellung Schreib- und Drucktechnik

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    Bildunterschriften un Fotocredits der Pressebilder

  • Wie schreibt es sich auf einer Schreibmaschine? An dieser  Taststation können Besucherinnen und Besucher selbst aktiv werden. Außerdem können verschiedene Typenträger mechanischer Schreibmaschinen ertastet werden.

    Ausprobieren erwünscht!

  • Großformatige Vitrinen zeigen mit einer Vielfalt an Exponaten die Komplexität und Vielseitigkeit der Drucktechniken. Im Ausstellungsbereich "Schriften" werden die Themen Schriftentwurf, Schriftguss sowie Schriftsatz erläutert. Zudem
ist eine Komplettgießmaschine (Foucher Frères, Paris, 1890) mit Arbeitstisch und Gießwinkelhaken aus der Berliner Schriftgießerei H. Berthold AG (1858-1993) ausgestellt.

    Herstellung von Schriften

  • Die Taststation "Die Natur als Druckerin" beschreibt die Technik des Naturselbstdrucks. Dabei werden Pflanzen eingefärbt und direkt als Druckform verwendet. Für diese Taststation wurden Drucke eines Fledermausflügels und Blätter aus der Publikation "Die Entdeckung des Naturselbstdruckes" von Alois Auer von Welsbach aus dem Jahr 1854 taktil nachgebildet. Die Taststationen in der Ausstellung sind gleichermaßen für sehende, blinde und seheingeschränkte Besucherinnen und Besucher konzipiert.

    Taststationen

  • Die Ausstellung verfügt über Tastplatten in Deutsch, Englisch und ungekürzter Braille-Schrift. Die vier Hauptdruckverfahren Hoch-, Tief-, Flach- und Durchdruck werden zusätzlich zum Text lexikalisch als taktile Grafiken vermittelt.

    Taktile Grafiken und ungekürzte Braille-Schrift

  • Die Ausstellung zur Schreib- und Drucktechnik zeigt unter anderem eine Columbia-Handpresse aus Edinburgh, Schottland, um 1835, eine Stanhope-Handpresse der Oberhofbuchdruckerei Decker aus Berlin um 1835 und eine Schnellpresse mit Druckzylinder zum Hand- oder Dampfbetrieb der Maschinenbauanstalt A. Hamm aus Frankenthal/ Heidelberg, um 1895 (von rechts nach links).

    Willkommen zurück, Druckerpressen!

  • Die Standard Folding (Modell 1 der Rose Typewriter Company) von 1907 wurde als erste zusammenklappbare Typenhebel-
Schreibmaschine von Frank und George Rose in den USA entwickelt und ab 1907 verkauft. Sie wiegt nur 2,5 Kilogramm und besteht weitgehend aus Aluminium. Die Schreibwalze
lässt sich nach vorn über die Tastatur klappen und zeichnet sich dadurch durch Maße von nur 21 x 20 x 12 Zentimetern in
zusammengeklappten Zustand aus.

    Klappbare Schreibmaschine

  • Die komplette Werkstatt des Stein- und Offsetdruckmeisters Dietmar Liebsch wurde in das Museum nach Berlin-Kreuzberg transportiert und ist nun Teil der neuen Dauerausstellung.  Hier zu sehen ist eine Steindruckpresse der Fa. Erasmus Sutter aus Berlin von 1875. Sie ist Teil des Ausstellungsbereichs "Drucken von Bildern", in welchem die Themen Hoch-, Tief-, Flach- und Durchdruck erläutert werden.

    Dauerhafte Präsentation des Steindrucks in Berlin

  • Druckletter mit Firmenlogo der über lange Zeit international bedeutenden Berliner Schriftgießerei H. Berthold AG (1858-1993) zur Nutzung im Handsatz. In der Sammlung, der Bibliothek und im Archiv der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin werden umfangreiche Bestände der Firma H. Berthold, ehemals unter anderem Mehringdamm 43, aufbewahrt. Der Firmengründer war Hermann Berthold. Unter dem Direktor Oscar Jolles erfolgte nach dem Ersten Weltkrieg ein Zusammenschluss mit den Schriftgießereien F. A. Brockhaus, Gottfried Böttger, Klinkhardt, C. F. Rühl und Ferdinand Theinhardt.

    Berliner Schriftgießerei H. Berthold

  • Die Ausstellung veranschaulicht die technische Entwicklung der Drucktechniken seit den Innovationen Johannes Gutenbergs um 1450. Der thematische Fokus liegt auf der Zeit zwischen der Industrialisierung seit 1800 und dem Beginn der Ablösung des Hand- und Maschinensatzes durch optomechanische Verfahren wie dem Fotosatz Ende der 1950er Jahre.

    Blick in die Ausstellung

  • Bleistift, schwarze Tusche, Deckweiß auf Kartonstreifen – diese Schriftentwürfe für Überschriften fertigte der bekannte Architekt, Typograf, Maler und Designer Peter Behrens vor 1914 für die AEG an. Da eine Anpassung an verschiedene Größen nötig war, wurden solche Schriftleisten jeweils neu geschrieben.

    Schriften von Peter Behrens