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Deutsches Technikmuseum - Der Kant-Garagenpalast in Charlottenburg

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Die Webseiten der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin (SDTB) auf einen Blick:

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Die Stiftung umfaßt sechs Standorte:

Der Kant-Garagenpalast in Charlottenburg

Dr. René Hartmann, Architektur- und Technikhistoriker, Berlin
Dipl.-Ing. Michael Kühl, Partner ifb frohloff staffa kühl ecker, Beratende Ingenieure PartG mbB, Berlin


Um 1930 war der "Kant-Garagenpalast" ein echter Hammer im Umfeld seiner von kaiserzeitlichen Stuckfassaden geprägten Nachbarbebauung: Hinter einer gläsernen Vorhangfassade, die konsequent über die Gebäudehöhe gezogen war, eröffnete sich ein fünfgeschossiger nackter Stahlbetonbau, der ausschließlich für den Automobilismus bestimmt war. Ausgestattet war er mit einer Vielzahl von Raffinessen für das Einstellen und Versorgen der Autos. Die doppelt gewendelte Rampe zur begegnungsfreien Vertikalerschließung oder das ausgeklügelte Brandschutzsystem gehörten ebenso wie die im Inneren der Rampe untergebrachten Versorgungseinrichtungen oder die Tankstelle im Einfahrtbereich zu den Highlights der Hochgarage. "Form follows function" pur.

Vor wenigen Jahren noch schien die einst glanzvolle Verheißung einer automobilen Moderne dem Abriss geweiht: Als Parkhaus nach heutigen Maßstäben viel zu großzügig konzipiert und damit für ein Investment zu teuer, der Stahlbeton in Teilen durch langjährigen Tausalzeintrag stark chloridbelastet und zudem nach Jahrzehnten der Vernachlässigung brutal heruntergekommen.

Wie es dank eines breiten und fachkundigen Engagements dennoch gelang, das Bauwerk zu erhalten – auch darüber wird René Hartmann berichten, der Geschichte und Bedeutung der Kant-Garagen vorstellt. Im Anschluss berichtet Michael Kühl über die bautechnischen Herausforderungen der aktuellen, nicht unumstrittenen Instandsetzung für die neue Nutzung als Ort für Gewerbe, Kunst und Wohnen.

Datum Zeit Ort
Do., 26. September 2019 17.30 Uhr Vortragssaal, 4. OG

Vortragsreihe "Praktiken und Potentiale von Bautechnikgeschichte - Veranstalter VDI Berlin-Brandenburg

mit den VDI-Arbeitskreisen Technikgeschichte (Leitung: Dr.-Ing. Karl-Eugen Kurrer und Dr. phil. Stefan Poser) und Bautechnik (Leitung: Andreas Götze), dem Lehrstuhl für Bautechnikgeschichte und Tragwerkserhaltung der BTU Cottbus (Leiter: Prof. Dr.-Ing. Werner Lorenz) sowie dem Verband Beratender Ingenieure VBI, Berlin (Geschäftsführerin: Dr.-Ing. Ines Prokop).