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Deutsches Technikmuseum - Internationaler Museumstag 2019

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Die Webseiten der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin (SDTB) auf einen Blick:

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Die Stiftung umfaßt sechs Standorte:

Internationaler Museumstag 2019

Grafik: Das Logo des Internationalen Museumstags 2019

Der diesjährige 42. Internationale Museumstag steht unter dem Motto: "Museen - Zukunft lebendiger Traditionen". Das Deutsche Technikmuseum feiert mit freiem Eintritt und besonderen Angeboten.

Das immaterielle Kulturerbe ist Teil unserer Sammlungen. Wir tragen dazu bei, es in den Ausstellungen mit Vorführ- und Bildungsangeboten lebendig zu halten, weiterzugeben und weiterzuentwickeln.

Die Deutsche UNESCO-Kommission sammelt Beispiele für immaterielles Kulturerbe in Deutschland auf einer repräsentativen Liste. Prominent vertreten ist seit 2015 das vom Museum ins Leben gerufene Projekt "Manufakturelle Schmuckgestaltung".

Weitere gelistete Kulturformen werden ebenfalls bei uns lebendig und stehen deshalb am Aktionstag im Mittelpunkt:

  • Handwerksmüllerei in Wind- oder Wassermühlen
  • Webereihandwerk
  • Künstlerische Drucktechniken des Hochdrucks, Tiefdrucks und Flachdrucks
  • Morsetelegrafie
  • Orgelbau und Orgelmusik
Foto: Mit einer kleinen Schleifmaschine wird eine silberne Blumen-Brosche entgratet.

Feinarbeit am Goldschmiedetisch © SDTB / Foto: Jörg F. Müller

Offene Schmuck-Werkstatt:

Heute öffnen wir unsere Schmuckwerkstatt für unsere Besucherinnen und Besucher: Sie können dann ganz aus der Nähe beobachten, wie der Fallhammer mit 7 Tonnen Druckkraft ein flaches Blech in einen Anhänger verwandelt, wie der Goldschmied am Werkbrett arbeitet oder der Guillocheur mit seiner Maschine feine Linien in das Metall schneidet.

Erfahrene Experten wie der Graveur Harald Schlott demonstrieren ihre Kunst und laden zum gemeinsamen Gespräch ein.
Eine tolle Gelegenheit für Wissbegierige, hautnah und exklusiv mehr über die Vielfalt der in der Schmuckfertigung tätigen Berufe und interessante Details aus der Geschichte der manufakturellen Schmuckproduktion zu erfahren.

  • 10.00 Uhr bis 17.30 Uhr
  • Treffpunkt: Beamtenhaus, EG, Schmuckproduktion
Foto: Eine Besuchergruppe steht im Museumspark vor der Bockwindmühle von 1820. Diese ist ganz aus Holz gebaut. Ihre besondere Technik ist, daß die eigentliche Mühle auf einem Gestell aufgebockt ist, auf dem sie passend zum Wind gedreht werden kann.

Die Bockwindmühle von 1820 im Museumspark © SDTB / Foto: Uwe Steinert

Führung: Bockwindmühle

Seit Dezember 2018 ist das Mühlenhandwerk in Wasser-und Windmühlen in Deutschland als immaterielles Kulturerbe durch die UNESCO anerkannt. Über Jahrhunderte waren Wind- und Wassermühlen unverzichtbarer Bestandteil der Energieversorgung, die Verarbeitung von Getreide zu Mehl basierte auf diesen Techniken.

Die Führungen durch die Bockwindmühle stehen unter dem Motto des Museumstags: Das traditionelle Mühlenhandwerk, die damit verbundenen Arbeitsabläufe und die dahinter stehende Technik werden anschaulich dargestellt.

  • 10.30 Uhr, 11.30 Uhr, 12.30 Uhr, 14.30 Uhr, 15.30 Uhr und 16.30 Uhr
  • Treffpunkt: Museumspark, Bockwindmühle
  • Für Kinder ab sechs Jahren, mit Begleitung
  • Bitte beachten Sie: Die Mühle ist nur über eine Treppe begehbar. Kindern unter zehn Jahren ist der Besuch der Mühle aus Sicherheitsgründen nur gestattet, wenn pro Kind mindestens eine erwachsene Begleitung in der Mühle anwesend ist und diese das Kind auf den Treppen absichert.
Foto: Zwei Mädchen lösen vorsichtig ihr selbst geschöpftes Blatt Papier aus einem Holzrahmen.

Konzentrierte Gemeinschaftsarbeit in der Papiermanufaktur © SDTB / Foto: C. Kirchner

Vorführung: Papier schöpfen

Papier begegnet uns überall. Bis heute nutzen wir es, um damit Wissen zu sichern oder zu verbreiten.
Bei dieser Vorführung erlebst du, wie in der "weißen Kunst" Papiere mit Schöpfsieb und Papierstoff  hergestellt werden. Wenn das Papier getrocknet ist, kannst du es als Erinnerung mit nach Hause nehmen.

  • 11.00 bis 14.00 Uhr
  • Für Kinder ab sechs Jahren, mit Begleitung
  • Deutsches Technikmuseum, Altbau 2. OG, Papiertechnik
Foto: Der in einem Rahmen fixierte Druckstein wird mit einer Farbwalze eingefärbt.

Der Steindruck erfordert Können, Konzentration und Krafteinsatz. © SDTB / Foto: C. Kirchner

In der Werkstatt: Steindruck

Der Steindruck wurde um 1796 von Alois Senefelder als "chemische Druckerey" erfunden.
Diese erste Flachdrucktechnik ermöglichte die Herstellung sowohl von einer größeren Anzahl von Drucken als auch von größeren Formaten, auch im gewerblich-technischen Bereich. Sie war so innovativ, dass noch heute viele Komponenten moderner Vervielfältigung in einem direkten Zusammenhang mit der Lithografie und dem Steindruck stehen. Aktuell gibt es international eine kleine Renaissance dieser Technik.
Bei der Vorführung können Sie dieses Druckverfahren in der neu gestalteten Dauerausstellung zur Schreib- und Drucktechnik kennenlernen.
Die Aufnahme der künstlerischen Drucktechniken in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes erfolgte im März 2018.

  • 11.00 bis 14.00 Uhr
  • Deutsches Technikmuseum, Altbau, 2. OG, Drucktechnik
Foto: Das glühende Ende einer Eisenstange wird mit einem schweren Hammer bearbeitet.

Das Schmiedehandwerk erfordert Kraft, Geschick und Geduld! © SDTB / Foto: G. Hidde

In Aktion: Die Schmiede

Die Dorfschmiede ist aus der alltäglichen Lebenswelt fast gänzlich verschwunden. Umso faszinierender ist es, einem Schmied über die Schulter zu schauen und zu erleben, wie sich harter Stahl unter Einwirkung von Hitze verformen lässt.

Kommen Sie vorbei und erleben Sie selbst, wie aus einem Stück Eisen ein Werkstück entsteht!

  • 11.00 Uhr bis 16.00 Uhr
  • Dauer etwa 15 Minuten
  • Einstieg in die laufende Vorführung möglich, Beginn immer zur vollen Stunde
  • Schmiede im Museumspark, Zugang über Trebbiner Straße
Foto: Zwei Frauenhände weben auf einem selbst gebastelten Papp-Rahmen ein neues Stück blauen, groben Stoff. Im Hintergrund farbige Garnrollen.

Keine Zauberei: Aus alt wird neu! © SDTB

In der Werkstatt: Web Dir was!

Lieblings-Shirt zerschlissen? Wir verwandeln alte Kleidungsstücke in Schlüsselanhänger, Haarbänder und Stiftehalter! Das klingt wie Zauberei, ist aber ganz einfach. Wir weben, flechten und häkeln gemeinsam und machen aus alten Textilien neue nützliche Dinge.
Keine Vorkenntnisse nötig. Alte, gewaschene T-Shirts dürfen gern mitgebracht werden.

  • 11.00 bis 16.00 Uhr
  • Dauer etwa 30 Minuten
  • Einstieg in den laufenden Workshop möglich
  • Für Kinder ab 5 Jahren, mit Begleitung
  • Deutsches Technikmuseum, Altbau, 1. OG, Textiltechnik
Foto: Der Jaquard-Webstuhl, alle Details und ihre Funktionen sind für die Besucherinnen und Besucher in der Vorführung gut zu sehen.

Vom Fädchen zum festen Band © SDTB / Foto: R. Lepadus

In Aktion: Der Jacquard-Bandwebstuhl

Bei dieser Vorführung können die Besucherinnen und Besucher dabei zuschauen, wie an dem großen Bandwebstuhl in der Eingangshalle sich die Schiffchen des Webstuhls gleichmäßig hin und her bewegen und so aus vielen einzelnen feinen Fäden ein bunt gemustertes Band entsteht.

  • 11.00 bis 16.00 Uhr
  • Dauer etwa 20 Minuten, Vorführung beginnt jeweils zur vollen Stunde
  • Deutsches Technikmuseum, Eingangshalle
  • Die Vorführung findet in Englisch statt.
Foto: Eine elektronische Strickmaschine mit verschiedenfarbigen Garnspulen. Rechts die Arme der Strickerin.

Dieses Muster wird bestimmt das schönste...© SDTB / Foto: C. Kirchner

In der Werkstatt: Gehackte Maschen

Wie entsteht eigentlich das Muster auf unserem Pulli oder unseren Socken? Und warum musste der Mini-Computer einer Strickmaschine dafür gehackt werden?
In diesem Workshop kann man es selbst herausfinden! An zwei Strickmaschinen wird das Prinzip erklärt, und es darf natürlich auch gestrickt werden.

  • 11.00 bis 16.00 Uhr
  • Einstieg in den laufenden Workshop möglich
  • Für Kinder ab 6 Jahre (mit erwachsener Begleitung)
  • Abteilung Textiltechnik, 1. Obergeschoss
  • Dauer etwa 20 Minuten
Foto: Eine Kinderhand greift in einen Haufen verschiedenfarbiger und -geformter Holzperlen. Vorn links ein Blatt mit dem Morsealphabet.

Wie wird wohl mein Name aussehen? © SDTB / Foto: M. Zan

Workshop: Eine Namenskette aus Morsezeichen

Das Morsealphabet ist wie eine Geheimschrift: Jeder Buchstabe des Alphabets kann aus Punkten und Strichen dargestellt werden. Samuel Morse hat für das Alphabet den Schreibtelegraf erfunden. Damit kann man Nachrichten kilometerweit verschicken.

Auch der eigene Name lässt sich in Morsezeichen verwandeln. Statt Punkten und Strichen nehmen wir kurze und lange Holzperlen. Damit kann ein Name oder eine geheime Botschaft auf eine Kette gefädelt werden. Die Kette darf anschließend mitgenommen werden.

  • 12.00 bis 15.00 Uhr
  • Für Kinder ab 5 Jahren, mit Begleitung
  • Der Workshop ist auch für blinde und sehbehinderte Kinder geeignet.
  • Dauer etwa 30 Minuten
  • Der Einstieg in den laufenden Workshop ist möglich
  • Deutsches Technikmuseum, Altbau, 1. OG, Nachrichtentechnik