| |

Deutsches Technikmuseum - Polymere Materialien in der Luft

Navigationsmenüs


Webseitenübersicht

Die Webseiten der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin (SDTB) auf einen Blick:

Stiftung

Die Stiftung umfaßt sechs Standorte:

Polymere Materialien in der Luft

Dr. Günter Lattermann, Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Berlin, Deutsche Gesellschaft für Kunststoffgeschichte dgkg.

Wasser, Land, Luft sind die Regionen, die sich das Leben nacheinander erschloss. Der Luftraum war schon vor langer Zeit durch Schweben, Gleiten und aktives Fliegen der Natur zugänglich geworden.
Ob beim Drehflug von Pflanzensamen oder beim Gleitflug bzw. aktiven Flug von Tieren, es sind immer natürliche, biogene polymere Materialien, die den Auftrieb erzeugen. Bei Pflanzen sind dies Membranen oder dendritische Gebilde aus Cellulosefasern, bei Flugsauriern und Fledertieren Häute aus Faserproteinen wie Kollagen und andere, bei Vögeln komplexe Federverbunde aus Keratin.

Auch der Mensch träumte früh vom Fliegen, und es fehlte nicht an zahlreichen Versuchen dazu. Leichte Materialien für das Gerüst und Auftriebserzeuger sind Voraussetzung für die Beherrschung der Lüfte. Als Gerüstmaterialien kamen zunächst Holz (biogenes polymeres Material aus Cellulosefasern und Lignin) oder Metalle in Frage. Da Federn bis heute nicht nachbaubar sind, wurden für den Auftrieb zunächst Membranen aus den biogenen polymeren Materialien Papier und Textilstoffen, später auch aus leichten Metallblechen eingesetzt.

Halbsynthetische und synthetische Polymere spielten im Ersten Weltkrieg eine Rolle bei der Konstruktion von frühen "Stealth"-Flugzeugen und im Zweiten Weltkrieg bei den Avantgarde-Nurflügel-Flugzeugen. Phenolharzlaminate wurden eingesetzt für Lastensegler, Plexiglaskanzeln für Jagdflugzeuge und Bomber. Heute sind Duromer-Carbonfaser-Verbundwerkstoffe nicht mehr aus dem modernen Flugzeugbau wegzudenken.

Datum Zeit Ort
Do., 21. November 2019 17.30 Uhr Vortragssaal, 4. OG

Ein Vortrag des VDI-Arbeitskreises neuer Technologien

im Verein Deutscher Ingenieure (VDI) - Berlin-Brandenburg (Dr.-Ing. Karl-Eugen Kurrer und Dr. phil. Stefan Poser)