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Technoversum - Strahlende Landschaften - Fotografien von Karl-Heinz Rothenberger -

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"Strahlende Landschaften"- Fotografien von Karl-Heinz Rothenberger-
Kabinett-Ausstellung in der Fotogalerie des Deutschen Technikmuseums Berlin vom 14. Juli - verlängert bis 2. Dezember 2007

Im Rahmen seines Energie-Jahres präsentiert das Deutsche Technikmuseum Berlin in der neuen Bildergalerie der Fototechnik-Ausstellung rund 60 Schwarz-Weiß-Fotografien aus zwei Bilderzyklen von Karl-Heinz Rothenberger. Die beeindruckenden Dokumente zeigen die Entwicklung vom ehemaligen Uranerzabbaugebiet im thüringischen Ronneburg zur teilweise wieder mit Blumen übersäten Landschaft und wie Hochspannungsmasten während ihrer Restaurierung zu gigantischen Skulpturen werden.
Die Ausstellung ist Teil einer Serie von Wechselausstellungen, mit denen Gerhard Kemner, Leiter des Fachgebiets Foto- und Filmtechnik, dreimal jährlich neuen wie bekannten Talenten der Fotokünstlerszene eine Plattform bietet.

Bayerischer Journalistenpreis 2005
Die wenige Freizeit, die ihm als Chefarzt am Klinikum Landshut bleibt, widmet Professor Rothenberger der Schwarz-Weiß-Fotografie. Puristisch und analog ist seine Ausrüstung, geschult und erfahren sein Blick auf die Tiefe seiner Motive. Im eigenen Labor entstehen Abzüge, die bereits erfolgreich auf zahlreichen Ausstellungen zu sehen waren. Die Stärke seiner fotografischen Arbeiten liegt in der Reduktion; nachträgliche Bildmanipulation lehnt er ab. 2005 erhielt Rothenberger den Bayerischen Journalistenpreis für das beste Pressefoto zum Thema Umwelt und Energie.

Vom Uranerzbergbau zur Bundesgartenschau
Von 1949 bis zum Fall der Mauer wurde in Ronneburg in Thüringen das größte Uranerzvorkommen des ehemaligen Ostblocks abgebaut. Zurück blieb ein verwüsteter Landstrich inmitten eines dicht besiedelten Gebiets – mit erheblichen Auswirkungen für Mensch und Natur. Der Tagebau hinterließ 1400 km offene Grubenbaue, 311 Mio. m3 Haldenmaterial und 160 Mio. m3 hochgiftige Schlämme.
Die Sanierung dieses riesigen Areals gehört zu den großen Umweltschutzprojekten Europas. Mit eindrucksvollen Bildern hat Karl-Heinz Rothenberger über mehrere Jahre hinweg die Landschaftsveränderungen dokumentiert.

Das Abtragen der Abraumhalden, das Fluten und Verfüllen von kilometerlangen unterirdischen Stollen sowie das Versiegeln der giftigen Schlammseen war und ist eine große ökologische und technische Herausforderung. Europas größte Radlader und Muldenkipper verrichten diese gigantische Aufgabe. Die umweltfreundlichen, mit Biodiesel angetriebenen LKW, können mit ihren 1308 PS starken Motoren 136 t Erdreich laden und transportieren. Die Renaturierung und Neugestaltung der Landschaft dauert 20 Jahre, beschäftigt 2300 Menschen und ist eine völlig neue Erfahrung, die Menschen im Umgang mit der Natur machen.

Auf einem Teil der ehemaligen Bergbaulandschaft eröffnete am 27. April 2007 die diesjährige Bundesgartenschau Gera und Ronneburg. Die „Neue Landschaft Ronneburg“ umfasst rund 45 ha Ausstellungsfläche. Sie befindet sich auf dem so genannten Ronneburger Balkon mit Blick auf das malerische Gessental. Das Tal vom romantischen Schloss Ronneburg bis zum Pfortener Gut war früher ein beliebtes Ausflugsziel der Thüringer. Auf dem seit 2004 begrünten Areal blühen jetzt zur BUGA 12.000 Rosenstöcke.

Gittermasten - eine Baustelle als Kunstobjekt
Hochspannungsmasten, gewaltige Gitterkonstruktionen aus Stahl, durchziehen unser Land und versorgen uns mit elektrischer Energie. Ein gewohnter Anblick ohne besondere Auffälligkeiten.
Im Rahmen umweltschonender Restaurierungsarbeiten verwandeln sich die einfachen
Gitterstrukturen in riesige Kunstobjekte. Die Masten werden mit Stoff umhüllt, damit die umgebenden Felder nicht mit den Metallstäuben der Sandstrahlarbeiten belastet werden. Monolithen gleich stehen sie dann in der Landschaft, als seien sie eigens für die künstlerischen Fotografien Rothenbergers installiert worden. Die Arbeiter in ihren Schutzanzügen erinnern dabei an vermummte Darsteller in einem irrationalen Szenenbild.

Faszination des Augenblicks – Eine Technikgeschichte der Fotografie
Die Bildergalerie befindet sich in der Dauerausstellung zur Fototechnik, die die technischen Aspekte der Bildherstellung präsentiert. In anschaulicher und unterhaltsamer Weise lässt sich ihre historische Entwicklung bis in die Gegenwart nachvollziehen. Neben künstlerischen Elementen animieren Objekte und multimediale Installationen zum Anfassen und Mitmachen.

Themenjahr Energie im Deutschen Technikmuseums Berlin
Mit verschiedenen Aktionen und Ausstellungen beschäftigt sich das Deutsche Technikmuseum Berlin in diesem Jahr mit dem Thema Energie. Noch bis zum 2. September kann man die Ausstellung energie@home der DENA (Deutschen Energieagentur) besuchen sowie bis zum 22. Juli die Präsentation „Ein Forscher – Ein Experiement“ in Kooperation mit dem Palais de la découverte, Paris. Den Abschluss bildet ab dem 9. November die Ausstellung „neustart - Mobil ohne Öl? Eine Ausstellung aus der Zukunft der Automobilität“.

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