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Technoversum - Rettung aus Seenot

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Die Stiftung umfaßt sechs Standorte:

Rettung aus Seenot
- Erweiterung der Schifffahrts-Ausstellung ab 28.09.2007 -

Bis Mitte des 19. Jahrhunderts wurden Schiffbrüchige meist ihrem tödlichen Schicksal überlassen, das als unausweichlich und gottgegeben galt. Hilfeleistung vom Festland gab es bis dahin so gut wie gar nicht. Erst vor rund 150 Jahren, nachdem dramatische Zeitungsmeldungen für Aufsehen sorgten, setzte auch in Deutschland allmählich ein Umdenken ein. Ab 1861 entstanden dann die ersten regionalen Rettungsvereine. Waren die darauf folgenden Anfangsjahre der Seenotrettung noch gekennzeichnet durch kräftezehrende und lebensgefährliche Einsätze in offenen Ruderbooten, so stehen den Seenotrettern heute schnelle und bei jedem Wetter einsatzbereite Rettungskreuzer zur Verfügung. Trotz dieser modernen Technik steht aber nach wie vor die Bereitschaft der Helfer, für andere das eigene Leben zu riskieren, im Mittelpunkt der Rettungseinsätze.
Über die Entwicklung der Seenotrettung in Deutschland und Europa informiert ab dem 28.09.07 ein neuer Bereich in der Schifffahrts-Ausstellung. Die Präsentation wurde von Steffen Ott, Fachgebiet Schifffahrt, konzipiert und umfasst auf rund 80 Quadratmetern 40 Ausrüstungsgegenstände und Rettungsmittel aus verschiedenen Epochen sowie über 30 Fotos und Dokumente.

Hoffnungslos verloren
Die Ausstellungseinheit beginnt mit der Zeit vor der organisierten Seenotrettung, als von der Küste her kaum rettende Hilfe erfolgte. Zentrales Objekt ist ein von der Decke hängendes „Votivschiff“, das symbolisch für das Hoffen und Bangen der Seefahrenden steht. Reproduktionen von Urkunden aus dem 18. Jahrhundert dokumentieren die ersten Versuche der Stadt und Landesherren, Regelungen für einen humanitären Umgang mit Schiffbrüchigen zu schaffen.

Ein neuer Geist, Mit ganzer Kraft und Seenotrettung heute
Im Mittelpunkt der Themenbereiche Ein neuer Geist, Mit ganzer Kraft und Seenotrettung heute steht die Arbeit der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), die seit ihrer Gründung 1865 bis heute für die Seenotrettung in Deutschland verantwortlich ist und den Ausstellungsbereich mit zahlreichen Informationen, wertvollen Objekten und Dokumenten maßgeblich unterstützt hat. Eine Korkrettungsweste - bis Ende der 1930er Jahre die typische Schutzbekleidung aller Seenotretter -, Rettungsraketen sowie mehrere Filmdokumentationen geben einen anschaulichen Eindruck vom harten Einsatz der Seenotretter.

Das Suchen und Finden auf See und Überleben!
In den Kapiteln Das Suchen und Finden auf See und Überleben! steht die Perspektive der Schiffbrüchigen im Vordergrund. Signal- und Rettungsmittel sowie eine große 8-Personen-Rettungsinsel zeigen die verschiedenen Möglichkeiten, die eigene Position zu markieren und die Zeit bis zur Rettung möglichst gefahrlos zu überstehen.
In einem interaktiven Spiel können die Besucherinnen und Besucher selbst erproben, wie schwierig die Suche nach Schiffbrüchigen auf offener See ist.

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    Rettung aus Seenot

  • Moderner Seenotrettungskreuzer der Deutschen Gesllschaft zur Rettung Schiffbruechiger (DGzRS) mit Tochterboot

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  • Leinenwagen und Moerser - Rettungsgeraet der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbruechiger (DGzRS), Anfang 20. Jahrhundert

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  • Hubschrauberarbeitsdeck des Rettungskreuzers Hermann Marwede, 2006

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  • Einbringen eines Ruderrettungsbootes, Anfang 20. Jahrhundert

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  • Seenotrettung mit einer Hosenboje, Anfang 20. Jahrhundert

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  • Rettungsbootstation der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbruechiger (DGzRS), Anfang 20. Jahrhundert

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  • Ruderrettungsboot im Einsatz

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