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Deutsches Technikmuseum - 40 Jahre Deutsche im Weltall

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Webseitenübersicht

Die Webseiten der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin (SDTB) auf einen Blick:

Stiftung

Die Stiftung umfaßt sechs Standorte:

Foto: Foto dreier Plüsch- bzw. Spielzeugfiguren. Einer gelben Ratte mit Matrosenhemd und roter Mütze aus Stoff. Einem bärtigen Männchen in einem weiß-blauen Raumanzug und einem kleinen Jungen aus Gummi in einem hellblauen Druckanzug.

Spielzeug-Astronauten: Sandmännchen und Gummi-Kosmonaut erinnerten in der DDR an Sigmund Jähns Flug. "Hein Blöd" als Plüschtier war dagegen 1997 tatsächlich selbst im All.
© SDTB / C. Kirchner

Foto: Runder Stoffaufnäher mit acht Namen am Rand. Ein Band aus amerikanischer und deutscher Flagge umweht eine stilisierte Weltkugel. Davor eine Raumfähre.

Logo der Spacelab D-1 Mission 1985 mit den Namen der Besatzung, darunter Reinhard Furrer und Ernst Messerschmid
© SDTB / C. Kirchner

Foto: Weißer Raumanzug mit Helm, der eine Plexiglasscheibe besitzt. Am Anzug befinden sich diverse blaue Gurte und Metallteile. An der rechten Schulter ist ein kreisrundes Emblem mit der Aufschrift "Interkosmos" zu erkennen.

Sowjetischer Druckanzug vom Typ Sokol: Diese Anzüge schützen Kosmonauten bei Start und Landung, falls es zu einem plötzlichen Druckabfall in der Raumkapsel kommt.
© SDTB / C. Kirchner

Foto: Keilförmiges Betonstück, auf dessen Oberseite pinke und blaue Farbreste zu erkennen sind.

Dieses Stück der Berliner Mauer flog 1993 mit der deutschen Spacelab Mission D-2 ins All.
© SDTB / C. Kirchner

Foto: Linker Handschuh eines Raumanzuges mit Fingern aus schwarzem Gummi. Am Handgelenk ist ein rechteckiger Spiegel mit goldenem Rahmen befestigt.

Linker Handschuh des Druckanzuges von Reinhold Ewald. Mit dem kleinen Spiegel am Gelenk lässt sich der Anzug auf Undichtigkeiten untersuchen.
© SDTB / C. Kirchner

Foto: Schlafsack aus gestepptem blauen Stoff mit weißen Nähten. Er besitzt eine Kapuze, die von hinten über den Kopf gezogen werden kann, das Gesicht aber ausspart. An den Rändern des Sackes befinden sich kleine Ösen, um ihn im Raumschiff festzubinden.

Schlafsäcke wie dieser dienen Raumfahrern im All als Bett.
© SDTB / C. Kirchner

40 Jahre Deutsche im Weltall

2 Staaten, 11 Raumfahrer und 100 Objekte

20. September bis 30. Dezember 2018

Jubiläum: Schon vier Jahrzehnte bemannte deutsche Raumfahrt - auch die Zeit vergeht wie im Flug!

Am 26. August 1978 hob im sowjetischen Baikonur eine Rakete zur Raumstation Saljut 6 ab. Mit dem DDR-Kosmonauten Sigmund Jähn trug sie den ersten deutschen Raumfahrer ins All. Seit dem 6. Juni 2018 umkreist nun Alexander Gerst als elfter Deutscher die Erde, diesmal als Kommandant der Internationalen Raumstation ISS.
In den vergangenen vierzig Jahren haben diese Elf bei sechzehn Missionen über 800 Tage im Weltraum verbracht.

Foto: Jähn hält ein Ringbuch in der Hand und macht Aufzeichnungen.

Kosmonaut Sigmund Jähn an Bord der sowjetischen Raumstation Saljut 6, 1978 © DLR

Getrennte und gemeinsame deutsche Raumfahrt

Die Jubiläums-Schau erzählt auf rund 150 Quadratmetern die Geschichte der deutschen Raumfahrt: von den ersten Flügen zur Zeit des Kalten Krieges über die beginnende Zusammenarbeit zwischen Ost und West auf der russischen Raumstation MIR bis hin zum gemeinsamen Bau und Betrieb der ISS. Dieser Rückblick macht so auch deutlich, wie aus Gegnern während des Kalten Krieges seit den 1990er Jahren Partner im All wurden.

Die Frage, wie und warum man Astronaut wird, beantworten die Lebensläufe der elf deutschen Raumfahrer, die bisher im Weltraum waren: Vom DDR-Bürger Sigmund Jähn (1978) über Ulf Merbold (1983) und Thomas Reiter (1995) bis zu Alexander Gerst (2014 und 2018).

Foto: Das Bild zeigt eine kreuzförmige Raumstation, an deren unteren Seite eine Raumfähre angedockt ist, die einem Flugzeug ähnelt. Die Raumfähre trägt die Aufschrift "Atlantis". In der rechten unteren Ecke ist der blaue Erdhorizont zu sehen.

Am 29. Juni 1995 dockte erstmals ein amerikanisches Shuttle an die russische Raumstation MIR an. Damit wurde ein neues Kapitel der internationalen Kooperation im Weltraum aufgeschlagen, von dem auch Deutschland profitierte. © NASA

Druckanzüge, Schlafsäcke, Souvenirs und originale Raketenteile

Rund einhundert Objekte lassen die Geschichte der bemannten deutschen Raumfahrt lebendig werden. Zu den Highlights zählen der originale Overall des deutschen Astronauten Reinhard Furrer sowie der in Westberlin entwickelte und damals von ihm benutzte Messhelm zur Erforschung des Gleichgewichtssinnes. Außerdem ist der Startschlüssel für die Sojus-Rakete, mit der 1997 Reinhold Ewald zur russischen Raumstation MIR flog, zu sehen.

Ein Stück der Berliner Mauer, das 1993 mit einem amerikanischem Space Shuttle im All war, wird ebenso präsentiert wie ein Originalteil jener Rakete, mit der Alexander Gerst am 6. Juni dieses Jahres zur ISS aufgebrochen ist.

So geben Spezialkleidung, Experimente und Werkzeuge, aber auch Weltraumnahrung und Andenken spannende Einblicke in den Alltag im Weltraum. Modelle der Saljut 6 (Maßstab 1:25), des SpaceLab (1:15) und der ISS (1:25) verdeutlichen Aufbau und Ausmaße der Raumschiffe und -stationen.

Foto: Ein Astronaut in einem weißen Raumanzug schwebt über dem zylinderförmigen Modul einer Raumstation. Das Modul besteht aus unlackierten Metallplatten. Im Hintergrund sind ein gitterartiges Solarpanel sowie der bläulich schimmernde Erdhorizont zu sehen.

Astronaut Hans Schlegel bei Arbeiten am europäischen Forschungsmodul Columbus der Internationalen Raumstation, 2008. © NASA

Überraschende Anekdoten aus dem All

Die Ausstellung zeigt nicht nur Geschichte, sondern erzählt auch unterhaltsame Geschichten. Sie erklärt, warum Raumfahrer ihr Wasser im All nicht teilen, ihre Schuhe nicht in den Weltraum fliegen dürfen und weshalb Alexander Gerst nach seinem ersten Raumflug 2014 vom ADAC nach Hause geflogen wurde.

Ausbau der Raumfahrt-Sammlung im Deutschen Technikmuseum

Mit dieser Sonderausstellung ist erstmals über mehrere Monate hinweg eine Raumfahrtausstellung in Berlin zu sehen. Nach Ablauf wird an gleicher Stelle schrittweise eine permanente Raumfahrtausstellung mit neuen Objekten der Museumssammlung entstehen. Zu den neuesten Einwerbungen zählen seltene Objekte aus dem Ariane-Programm der europäischen Raumfahrtagentur ESA.

Die Sonderausstellung "40 Jahre Deutsche im Weltall" wurde in Zusammenarbeit mit dem Raumfahrtmuseum Mittweida umgesetzt. Das Projekt wird unterstützt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und LSG Sky Chefs.

Headerfoto: Alexander Gerst arbeitet während seines ersten Außenbordeinsatzes am 7. Oktober 2014 an der Außenhülle der ISS. © DLR